Huber+Suhner muss bei Umsatz und Auftragseingang Rückgang hinnehmen

Urs Ryffel, CEO Huber+Suhner. (Foto: Huber+Suhner)

Herisau – Huber+Suhner verzeichnete in den ersten neun Monaten 2019 bei Umsatz und Auftragseingang im Vergleich zur Vorjahresperiode einen Rückgang. Das Resultat ist nach den schwachen Halbjahreszahlen keine grosse Überraschung mehr. Der zum Halbjahr gesenkte Ausblick wurde bestätigt.

Konkret schrumpfte der Umsatz um 5 Prozent auf 648,7 Millionen. Bereinigt um Währungs- und Kupferpreis-Einflüsse sowie um Portfolioeffekte lag das Minus bei 3,5 Prozent, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Der Auftragseingang ging in der Berichtsperiode um 13 Prozent auf 629,1 Millionen Franken zurück.

Damit übertraf Huber+Suhner die Erwartungen der Analysten beim Umsatz leicht, verfehlte sie beim Auftragseingang jedoch relativ deutlich. Der AWP-Konsens für den Umsatz lag bei 645,3 Millionen und für den Auftragseingang bei 648,5 Millionen Franken.

Ein «kaum verändertes Bild»
Wie erwartet seien die ersten neun Monate dieses Jahres von einer geringeren Dynamik des chinesischen Bahnenmarkts und von einem auslaufenden Grossprojekt geprägt gewesen. Zudem seien die teilweise hohen Lagerbestände in den globalen Lieferketten vermehrt abgebaut worden, heisst es in der Mitteilung.

Die Betrachtung nach Hauptmärkten ergebe nach neun Monaten denn auch ein «kaum verändertes Bild gegenüber der Entwicklung im ersten Halbjahr». Dem Umsatzrückgang im Kommunikationsmarkt und im Transportmarkt sei ein Zuwachs im Industriemarkt gegenüber gestanden.

Schuld an der angespannten Situation ist somit nicht die Division Hochfrequenz. Diese verzeichnete nach neun Monaten – vor allem dank neuer Projekte – ein zweistelliges Umsatzplus (+11%) gegenüber der Vorjahresperiode, wie das Unternehmen weiter mitteilte.

Hingegen bereitet bei Huber+Suhner die Sparte Fiberoptik derzeit einiges Kopfzerbrechen. Denn das Geschäft mit dem Rollout der 4G-Technologie in Indien harzt. Diese zum Halbjahr bereits sichtbare Veränderung im Auftragseingang und Nettoumsatz habe sich nun erneut bestätigt.

Hoffnung setzt Huber+Suhner hier nun auf die kürzlich erfolgte Übernahme der BKtel Gruppe. Mit dieser Akquisition werde die Stellung des Unternehmens im Kernmarkt WAN/Zugangsnetze signifikant gestärkt, heisst es in dem Communiqué vom Donnerstag.

Im Technologiesegment Niederfrequenz kamen die Volumina im Teilmarkt Bahnen nicht an die Werte der Vorjahresperiode heran. Insbesondere aus dem chinesischen Bahnenmarkt war die tiefere Nachfrage spürbar, wie es hiess. Doch seien die Aussichten hier positiv.

Ausblick bestätigt
Mit Blick nach vorne hatte Huber+Suhner bereits mit der Publikation der Halbjahreszahlen vor einer nachlassenden Dynamik gewarnt und daher die Prognose reduziert. Dieser gesenkte Ausblick wurde nun bestätigt. So geht das Unternehmen von einem Umsatzrückgang im mittleren einstelligen Prozentbereich aus. Zudem wird weiterhin eine EBIT-Marge in der oberen Hälfte des mittelfristigen Zielbandes von 8 bis 10 Prozent prognostiziert. (awp/mc/ps)

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