Herisau – Huber+Suhner wird an seinem heutigen Kapitalmarkttag seine strategischen Prioritäten und Wachstumsmöglichkeiten vorstellen. Die Ziele für 2026 hat das Management bestätigt.
Der Spezialist für elektronische und optische Verbindungstechnik fokussiert dabei auf die Segmente Industrie, Kommunikation und Transport. Im Mittelpunkt stehen Chancen durch künstliche Intelligenz, Elektrifizierung und Sicherheit sowie die jüngst abgeschlossene Übernahme von Ingun, wie aus der Präsentation zum Event am Freitag hervorgeht.
Als strategische Wachstumsfelder hat Huber+Suhner die Bereiche Luft- und Raumfahrt sowie Verteidigung, Rechenzentren, Bahnkommunikation und Elektrofahrzeuge definiert. Für jedes dieser Felder sieht das Unternehmen ein jährliches Umsatzpotenzial von mehr als 100 Millionen Franken und ein durchschnittliches Umsatzwachstum von über 10 Prozent. Zudem sollen sie die Bruttomarge positiv beeinflussen.
Rechenzentrumsgeschäft wird ausgebaut
Besonderes Augenmerk legt Huber+Suhner auf das Geschäft mit Rechenzentren. Die zunehmenden Investitionen in künstliche Intelligenz treiben laut dem Unternehmen die Nachfrage nach optischer Verbindungstechnik und Rechenzentrumslösungen. Marktprognosen etwa für Verkabelung, Transceiver und sogenannte Optical Circuit Switches (OCS) seien zuletzt nach oben revidiert worden.
Für die erwartete höhere Nachfrage nach OCS-Komponenten hat der Konzern seine Kapazitäten deutlich erweitert. So wurden unter anderem neue Automatisierungslinien im polnischen Pisary in Betrieb genommen, zusätzliche Produktionsflächen geschaffen und der Personalbestand an den betroffenen Standorten erhöht. Insgesamt habe sich die Produktions- und Lagerfläche in diesem Bereich vervierfacht. Zudem wurden zusätzliche Bezugsquellen aufgebaut und Sicherheitsbestände erhöht.
Für das laufende Geschäftsjahr bestätigte Huber+Suhner die bisherige Prognose. Das Unternehmen erwartet weiterhin ein organisches Umsatzwachstum von mindestens 10 Prozent sowie eine EBIT-Marge zwischen 10,5 und 12,0 Prozent. Die Ausschüttungsquote soll zwischen 40 und 50 Prozent des Reingewinns liegen.
Der Verbindungstechnik-Spezialist hält zudem an seinen seit 2022 geltenden mittelfristigen Zielen fest. Demnach strebt das Management einen Umsatz von mehr als 1 Milliarde Franken sowie eine EBIT-Marge von 9 bis 12 Prozent an. (awp/mc/pg)
