Allschwil – Idorsia hat seine Finanzierung neu geordnet und sich damit zusätzlichen finanziellen Spielraum verschafft. Wie das Biopharmaunternehmen am Dienstag mitteilte, wurde mit von Pharmakon Advisors verwalteten Fonds eine neue, besicherte Kreditvereinbarung über bis zu 250 Millionen Franken abgeschlossen.
Der Kredit hat eine Laufzeit von fünf Jahren und wird zu einem festen Zinssatz von 7 Prozent verzinst. In einem ersten Schritt erhält Idorsia 150 Millionen Franken. Dieser Betrag dient insbesondere der vollständigen Ablösung der bestehenden «New Money Facility», von der bislang 105 Millionen Franken beansprucht wurden. Die bisherige Finanzierung wäre im Mai 2027 fällig geworden.
Mit der Refinanzierung beseitige Idorsia seine kurzfristigen Schuldenfälligkeiten und verbessere sowohl die Bilanzstruktur als auch das Liquiditätsprofil deutlich, heisst es in dem Communiqué.
Mittel reichen bis 2028
Laut Idorsia reicht die vorhandene Finanzierung nun bis weit ins Jahr 2028 hinein und verschafft dem Management zusätzliche Planungssicherheit.
Darüber hinaus sehe die Vereinbarung weitere Finanzierungstranchen vor, die unter bestimmten Bedingungen abgerufen werden können. Diese Mittel sollen gezielt eingesetzt werden, um Wachstumsinitiativen zu beschleunigen und langfristig zusätzlichen Unternehmenswert zu schaffen.
Finanzchef Arno Groenewoud spricht in der Mitteilung von einem wichtigen Vertrauensbeweis. Mit Pharmakon habe Idorsia einen finanzstarken und in der Biotech-Branche angesehenen Partner gewonnen. Gleichzeitig wolle man weiterhin konsequent auf Kostenkontrolle und einen disziplinierten Einsatz des Kapitals achten.
Auch Verwaltungsratspräsident und Interims-CEO Jean-Paul Clozel wertete die Finanzierung als Wendepunkt für das Unternehmen. «Die Vereinbarung ermöglicht uns, eine Phase begrenzter strategischer Handlungsfreiheit hinter uns zu lassen und uns stärker auf die Entwicklung und Vermarktung unserer Produkte zu konzentrieren.» (awp/mc/ps)
