Bern – Trotz dem Iran-Krieg und den hohen Ölpreisen ist die Kauflaune der Konsumenten in der Schweiz besser geworden. Insbesondere für Freizeit und Reisen geben die Menschen hierzulande mehr Geld aus.
Im Mai lagen die Schweizer Konsumausgaben um 1,1 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats, wie der am Freitag veröffentlichte Postfinance-Konsumindikator zeigt. Die Ausgabenfreudigkeit hat nach dem leichten Knick im Vormonat also wieder zugenommen.
«Damit wächst der Konsum weiterhin solide, obwohl geopolitische Spannungen, gestiegene Energiepreise und schlechtere Wirtschaftsaussichten die Konsumentenstimmung spürbar belasten», schrieb die Postfinance. Zuletzt seien auch die Ausgaben für Freizeit und Reisen wieder gestiegen – also in Bereichen, bei denen in schwierigen Zeiten sonst eher gespart werde.
Die Reisebereitschaft der Schweizer Bevölkerung sei weiterhin solide. Zuletzt hätten vor allem die Hotelübernachtungen zugenommen, während die Ausgaben für Mietwagen leicht zurückgegangen seien, hiess es weiter.
Rekordausgaben für Freizeit
Die Freizeitausgaben hätten im Mai spürbar angezogen und sogar einen neuen Höchststand erreicht. Dabei seien vor allem die Besuche in Schweizer Restaurants sowie die Ausgaben für Sportartikel und sportliche Aktivitäten deutlich gestiegen.
Auch die alltäglichen Haushaltsausgaben haben sich in den letzten Monaten auf einem etwas höheren Niveau als in der Vergangenheit eingependelt, wie die Postfinance feststellte. So legten insbesondere die Ausgaben für Lebensmittel zu, während die Aufwendungen rund ums Auto leicht schrumpften.
Die Ausgaben im Bereich Beauty und Wellness bleiben weiterhin stabil. Die Kleiderkäufe haben etwas zugelegt, während die Gesundheitsausgaben leicht zurückgingen.
Die Postfinance erhebt den monatlichen Konsumindikator anhand anonymisierter Transaktionsdaten ihrer rund 2,4 Millionen Kunden. Der Index gilt als Frühindikator für die Konsumentwicklung in der Schweiz. (awp/mc/pg)
