Komax rutscht 2025 wegen schwachem Automobilmarkt tiefer in rote Zahlen

(Foto: Komax)

Dierikon – Komax hat im Geschäftsjahr 2025 wegen anhaltender Kundenzurückhaltung in der europäischen Automobilindustrie einen noch grösseren Verlust geschrieben. Für das laufende Jahr gibt sich der Kabelmaschinenhersteller weiterhin vorsichtig.

Der Betriebsgewinn auf Stufe EBIT lag mit 6,8 Millionen Franken 57,7 Prozent unter dem Vorjahreswert, wie Komax am Dienstag mitteilte. Dank den 2025 umgesetzten Kostensenkungsmassnahmen und einem vorteilhaften Produktemix habe damit trotz Umsatzrückgang ein positives betriebliches Ergebnis erzielt werden können.

Darin enthalten sind Restrukturierungskosten von 9 Millionen Franken. Zudem hätten negative Währungseffekte und die US-Zollpolitik belastet. Die entsprechende Marge lag bei 1,2 Prozent nach 2,5 Prozent im Vorjahr.

Unter dem Strich rutschte Komax tiefer in die roten Zahlen. Der Reinverlust belief sich auf -7,9 Millionen Franken nach einem Minus von 2,9 Millionen im Jahr davor. Komax verzichtet deshalb weiterhin auf eine Dividende. Zuletzt wurde für 2023 eine Ausschüttung vorgenommen.

Mit den Zahlen hat Komax die Erwartungen von Analysten (AWP-Konsens) beim EBIT und Gewinn übertroffen. Die Bandbreite der Schätzungen war allerdings gross.

Zurückhaltender Ausblick
Wie bereits im Januar mitgeteilt, fiel der Umsatz im Berichtsjahr um 7,9 Prozent auf 580,9 Millionen Franken. Gleichzeitig ging auch der Bestellungseingang um 2,1 Prozent auf 565,0 Millionen Franken zurück. Im zweiten Halbjahr habe sich aber eine leicht positive Dynamik gezeigt, hiess es. Zudem hätten sich die Marktsegmente ausserhalb der Autoindustrie positiv entwickelt und man habe das Servicegeschäft ausbauen können.

Von den geplanten Einsparungen in Höhe von insgesamt 25 Millionen Franken hätten bereits rund 20 Millionen realisiert werden können, schrieb Komax weiter. Wie bereits bekannt, sollen diese die Kostenbasis ab 2026 um 25 Millionen reduzieren.

Das Management zeigt sich für 2026 zurückhaltend. Man werde weiter investieren, um den Umsatz insbesondere im Servicegeschäft, in Asien sowie in den Infrastruktur-, Industrie- und Transportmärkten zu erhöhen. Ziel sei es, ab 2027 eine zweistellige EBIT-Marge zu erreichen. (awp/mc/ps)

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