Yverdon-les-Bains – Der Batteriehersteller Leclanché hat einmal mehr die Publikation seines Jahresberichts verschoben. Die SIX Exchange Regulation (SER) hat eine Verlängerung der Veröffentlichungsfrist bis Ende Mai 2026 genehmigt. Gemäss den ungeprüften Zahlen ist das Westschweizer Unternehmen auch im vergangenen Jahr tief in der Verlustzone geblieben.
Der Nettoverlust belief sich 2025 laut den provisorischen Zahlen auf 72,9 Millionen Franken, wie Leclanché am Donnerstag mitteilte. Dies entspreche gegenüber dem bereits hohen Vorjahresverlust einer Verschlechterung um 7,6 Prozent. Diese sei in erster Linie auf eine einmalige Wertminderung in Höhe von 7,6 Millionen im Zusammenhang mit einem Solar- und Speicherprojekt in St. Kitts zurückzuführen.
Die konsolidierten Gesamteinnahmen beliefen sich auf 23,1 Millionen Franken, wozu der Kundenumsatz 22,4 Millionen beitrug. Das entspricht einem Anstieg von rund 29 Prozent im Vorjahresvergleich.
Wechsel in der Finanzabteilung als Verschiebegrund
Grund für die Verschiebung des Geschäftsberichts seien personelle Veränderungen in der Finanzabteilung nach dem Abgang des CFO Ende November 2025 sowie die laufende Umwandlung von Schulden in Eigenkapital, heisst es in der Mitteilung weiter.
Die Finanzabteilung wurde nach dem Abgang des bisherigen CFO vorübergehend vom früheren CFO Hubert Angleys ad interim geführt, welcher zusätzlich von einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft unterstützt wurde. Anfang März übernahm Jens Emrich die Position des Finanzchefs. Diese Übergangsphase habe zusätzliche Zeit für die Übergabe sowie die Konsolidierung und Prüfung der Finanzinformationen erfordert.
Zudem verlange die Revisionsstelle vor Abschluss der Jahresrechnung die Umwandlung eines Teils der Verbindlichkeiten in Eigenkapital. Wegen der Vielzahl beteiligter Parteien habe der Prozess nicht wie geplant abgeschlossen werden können, stehe aber kurz vor dem Abschluss. Noch am Montag hatte Leclanché die Umwandlung von 10 Millionen Schulden in Eigenkapital bekanntgegeben. (awp/mc/ps)
