LifeWatch steigert Umsatz im dritten Quartal

Yacov Geva

Yacov Geva, CEO Lifewatch LifeWatch (Copyright: LifeWatch).

Zürich – Das Telemedizin-Unternehmen LifeWatch verzeichnete im dritten Quartal 2012 erstmals in diesem Jahr ein Umsatzwachstum im Jahresvergleich. Die Kosten wurden weiter eingedämmt und der operative Gewinn und die Liquidität verbessert. Das Management des Konzerns hält sich zwar mit quantitativen Aussagen zum laufenden Geschäftsjahr zurück, sieht sich aber in einer insgesamt guten Position.

Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 5,7% auf 19,86 Mio USD. Der operative Gewinn (EBIT) liegt mit 1,86 Mio USD wieder im Plus, nachdem im Vorjahr ein Verlust von 19,8 Mio USD verzeichnet wurde. Mit 0,57 Mio USD fällt der Reinverlust im Vergleich zum Vorjahr (20,4 Mio USD) deutlich geringer aus. Im dritten Quartal des Vorjahrs hatte LifeWatch allerdings Rückstellungen von rund 18,5 Mio USD im Zusammenhang mit einer Untersuchung der US-Gesundheitsbehörde OIG getätigt. Im März dieses Jahres kam es hierbei zu einer aussergerichtlichen Einigung.

Dass in der Berichtsperiode ein Fehlbetrag verzeichnet werden musste, begründet LifeWatch wie im zweiten Quartal mit latenten, bargeldlosen Ertragssteuerabgaben bei LifeWatch Services.

Anstrengungen im Kostenmanagement
LifeWatch betont seine Anstrengungen im Kostenmanagement im Zusammenhang mit den verbesserten Resultaten im Vergleich zum Vorjahr. Die Betriebsausgaben wurden sowohl in der Forschung, der Administration als auch leicht im Verkauf reduziert. Ausserdem habe sich die Liquidität im dritten Quartal verbessert, weil das Unternehmen einen Mittelzufluss von 1,61 Mio USD aus laufender Geschäftstätigkeit verzeichnet habe. Hierdurch stieg der Gesamtbestand an flüssigen Mitteln um rund 1 Mio USD im Vergleich zum Vorjahr. Auch die verbesserte Liquidität sieht das LifeWatch-Management als direkte Konsequenz der Kostensparmassnahmen an.

Vertragsabschlüsse nehmen zu
In den ersten Neun Monaten 2012 wurden 127 neue oder optimierte Verträge über ACT-Leistungen abgeschlossen, was mit insgesamt 111 Verträgen im Jahr 2011 zu vergleichen sei. Ausserdem verfolge LifeWatch weiterhin eine Klage gegen Verletzung von Antikartellgesetzen zwischen den US-Konkurrenten BlueCross BlueShield und Highmark BCBS. Das Unternehmen fordert 60 Mio USD Schadenersatz für angebliche illegale Absprachen zur Verweigerung von Rückerstattungszahlungen seitens der US-Unternehmen.

Update zu neuen Technologien angekündigt
Ausserdem stellt der Telemedizin-Anbieter weiterhin ein starkes Interesse an seinem ‹LifeWatch V›-Smartphone seitens der Konsumenten als auch der Medien fest. Das Unternehmen steht in diesem Zusammenhang nach eigenen Angaben in Gesprächen mit verschiedenen multinationalen Unternehmen und will in den kommenden Monaten weitere Einzelheiten bekannt geben. Zudem soll gegen Ende des vierten Quartals 2012 über weitere technische Innovationen berichtet werden, schreibt das Unternehmen.

Weiterhin kein konkreter Ausblick
Einen konkreten Ausblick zum laufenden Geschäftsjahr will die Unternehmensleitung weiterhin nicht abgeben. Das Thema Rückerstattung und die Präsidentschaftswahlen in den USA seien nach wie vor sehr relevant. Insgesamt sieht sich das Management aber in einer guten Position um mit den gegenwärtigen Geschäftsbedingungen umzugehen.

Mit seiner neue Technologie- und Servicepipeline will die Gruppe neue Servicebereiche erschliessen und geografisch diversifizieren. Dies ist Teil der Strategie der Reduktion der Abhängigkeit vom US-Markt und der Ertragssteigerung, so LifeWatch. (awp/mc/pg)

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