Lindt&Sprüngli lässt Corona-Einbruch hinter sich

Lindt Chocolate Shop in Kilchberg. (Bild: Lindt&Sprüngli)

Kilchberg – Der Schokoladenkonzern Lindt&Sprüngli hat den krisenbedingten Einbruch hinter sich gelassen und hat 2021 das Vorkrisenjahr 2019 deutlich übertroffen. Für das laufende Jahr gibt sich das Unternehmen zuversichtlich.

Die Konsumenten kauften im vergangenen Jahr für insgesamt 4,59 Milliarden Franken Produkte des Unternehmens, wie zum Beispiel Lindorkugeln, Excellence-Schokoladentafeln oder Pralinés. Das sind 14,2 Prozent mehr als im Vorjahr – damals hatte der Konzern allerdings wegen der Pandemie eine deutliche Umsatzdelle verbucht. Doch auch gegenüber dem Vorkrisenjahr konnte Lindt&Sprüngli im Berichtsjahr seinen Umsatz deutlich steigern.

Um Währungs- und Akquisitionseffekte bereinigt belief sich das Plus auf 13,3 Prozent, wie der Schokoladenhersteller am Dienstag mitteilte. Damit hat Lindt&Sprüngli die Erwartungen der Finanzgemeinde exakt getroffen.

Starker Beitrag von Lindor-Kugeln
Nach einem bereits rasanten Wachstum im ersten Halbjahr von über 17 Prozent konnte das Unternehmen im zweiten Halbjahr nicht mehr ganz an das hohe Tempo anknüpfen. Weil das Weihnachtsgeschäft bereits im Vorjahr weniger hart von den Lockdown-Massnahmen getroffen worden war als der Rest des Jahres, fiel das Wachstum im Vergleich geringer aus.

Lindt habe im Premium-Segment von einer überdurchschnittlichen Nachfragesteigerung seiner Produkte profitiert, heisst es. Besonders Lindor, die wichtigste Produktlinie von Lindt&Sprüngli, habe zur Umsatzsteigerung beigetragen.

Der Umsatz stieg laut der Mitteilung in allen Ländern und auf allen Kanälen deutlich. Auch online wuchs das Geschäft im zweistelligen Bereich.

Die Gewinnzahlen für 2021 gibt Lindt & Sprüngli erst im März bekannt. Das Unternehmen bestätigt allerdings die angepeilte operative Gewinnmarge von knapp 14 Prozent. Für 2022 gibt sich das Unternehmen ebenfalls zuversichtlich, im Rahmen der unveränderten mittel- bis langfristigen Zielsetzung ein organisches Umsatzwachstum von 5 bis 7 Prozent sowie eine operative Gewinnmarge von 15 Prozent zu erreichen. (awp/mc/ps)

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