Basel – Lonza ist laut eigenen Angaben gut in das neue Geschäftsjahr 2026 gestartet. Der Auftragsfertiger für die Pharmaindustrie sieht sich mit den für das Gesamtjahr gesetzten Zielen auf Kurs, wie es am Freitag in einer Mitteilung hiess.
Zum ersten Quartal gibt Lonza jeweils einen Überblick dazu, wie das Geschäftsjahr angelaufen ist, allerdings ohne konkrete Zahlen zu nennen. Seit Jahresbeginn sei eine «starke» Performance zu sehen gewesen, trotz geopolitischer Herausforderungen, schreibt das Unternehmen.
Die gute Entwicklung sei von einer anhaltend hohen Nachfrage in allen Geschäftsbereichen getragen worden. Dabei werde das Wachstum und die Kern-Betriebsgewinnmarge (EBITDA) in der ersten Jahreshälfte aufgrund der tiefen Vorjahresbasis und Produkteinführungen stärker ausfallen, als dies im zweiten Halbjahr der Fall sein wird.
Die wichtige Sparte «Integrated Biologics» verzeichne eine gute Dynamik, auch dank Wachstumsprojekten, so die Mitteilung. Dort wo das Mammalian- (auf Säugetierzellen-basierte Therapien) sowie das Service-Geschäft für die Produktion von Medikamenten angesiedelt sind, hängt einiges von den Erfolgen an dem von Roche abgekauften Produktionsstandort im kalifornischen Vacaville ab.
In Vacaville erwartet Lonza dank getätigter Investitionen in die Produktion im laufenden Jahr grosse Fortschritte. Und auch das Hochfahren einer Grossanlage von Säugetierzellkulturen in Visp sei auf gutem Wege. Derweil profitiere die Sparte «Advanced Synthesis» vom raschen Hochlauf der im 2025 neu gewonnenen Aufträge sowie von zahlreichen Chargenfreigaben für die Produktion.
Fokus auf Pharmafertigung
Den Geschäftsbereich Kapseln und Nahrungsergänzung (CHI) hat Lonza, wie bekannt, an die Private-Equity-Gesellschaft Lone Star Funds zu einem Preis von mindestens 3,0 Milliarden Franken verkauft. Die Division soll im zweiten Semester 2026 an die Käuferin übergehen. Die aus Verkäufen erzielten Erlöse von 1,7 Milliarden Franken werde in organisches Wachstum und Zukäufe investiert, hiess es.
Mit der Loslösung des CHI-Geschäfts liege der Fokus ganz auf der Pharmaauftragsfertigung (CDMO), so Lonza. Dort will der Konzern weiterwachsen.
Im laufenden Jahr wird, wie Ende Januar bereits angekündigt, ein Umsatzwachstum in Lokalwährungen von 11 bis 12 Prozent sowie eine Betriebsgewinnmarge von über 32 Prozent angestrebt. 2025 lag die Marge bei 31,6 Prozent. (awp/mc/pg)
