Castel san Pietro – Das Tessiner Orthopädieunternehmen Medacta hat auch 2025 mehr verdient. Die Aktionäre sollen über eine erhöhte Dividende daran beteiligt werden. Im bereits laufenden neuen Geschäftsjahr 2026 will Medacta seinen Wachstumstrend weiter fortsetzen.
Das um Sonderaufwendungen bereinigte operative Ergebnis (adj. EBITDA) stieg um 19,1 Prozent auf gut knapp 191 Millionen Euro, wie Medacta am Freitag mitteilte. Die entsprechende Marge kam bei 27,9 Prozent zu liegen nach 27,1 Prozent im Jahr zuvor. Zu konstanten Wechselkursen lag die Marge bei 29 Prozent. Damit übertraf Medacta die eigene Zielvorgabe, die einen Wert von etwa 28 Prozent zu konstanten Wechselkursen vorsah. Die Margenausweitung war laut Mitteilung das Ergebnis von Effizienzsteigerungen und geringeren Kosten, vor allem im Bereich Vertrieb und Marketing.
Unter dem Strich blieb ein Nettoergebnis von annähernd 95,5 Millionen Euro übrig, was um 31 Prozent über dem Vorjahreswert liegt. Der höhere Betriebsgewinn und im Zusammenhang mit der Übernahme von Parcus verbuchte Gewinne aus dem günstigen Kauf hätten zu dem Plus beigetragen. Als Dividende sollen 1,10 Franken je Aktie ausgeschüttet werden – im Vorjahr waren es 69 Rappen.
Erwartungen nur teilweise erfüllt
Mit den vorgelegten Zahlen liegt Medacta beim EBITDA und der entsprechenden Marge im Rahmen der Analysten-Schätzungen. Der Reingewinn liegt dagegen darunter, während die Dividende höher als von den Experten erwartet ausfällt.
Der Umsatz wiederum war bereits seit Anfang Februar bekannt. Mit 684 Millionen hatte Medacta zu konstanten Wechselkursen um 18,5 Prozent zugelegt und damit die eigene Zielvorgabe leicht übertroffen. Dabei hatten laut Medacta alle Regionen und Sparten zu dem Wachstum beigetragen. Die im Frühjahr übernommene US-Gesellschaft Parcus Medica, die vor allem auf den schnell wachsenden Bereich der Sportmedizin fokussiert ist, steuerte laut Medacta 1,5 Prozent zum Gesamtumsatz bei.
Neue Mittelfristziele
Für das bereits laufende Geschäftsjahr 2026 stellt das Orthopädieunternehmen zu konstanten Wechselkursen ein Umsatzwachstum von 10 bis 14 Prozent in Aussicht. Die Betriebsgewinn-Marge soll – ebenfalls zu konstanten Wechselkursen – um etwa 50 Basispunkte über dem 2025er Wert von 27,9 Prozent zu liegen kommen.
Mittelfristig will Medacta beim Umsatz das Tempo noch etwas erhöhen, wie aus den angepassten Zielen für den Zeitraum 2024 bis 2027 hervorgeht. So kündigte das Tessiner Unternehmen an, neu eine jährliche durchschnittliche Wachstumsrate von 12 bis 15 Prozent anzupeilen. Zuvor lautete das Ziel «im tiefen zweistelligen Prozentbereich». Die adjustierte EBITDA-Marge soll schrittweise gegenüber dem 2025er Niveau verbessert werden. Hier war die Basis zuvor das 2024er Niveau. Die Ziele gelten jeweils zu konstanten Wechselkursen. (awp/mc/pg)
