Zug – Die Industriegruppe Medmix weist für das erste Halbjahr 2026 erneut kein Wachstum aus und schreibt unter dem Strich nur noch eine «schwarze Null». Die Ziele für das Gesamtjahr gelten weiterhin.
Konkret sank der Umsatz von Januar bis Juni um 4,9 Prozent auf 214,4 Millionen Franken, wie der Spezialist für Verabreichungs- und Applikationsgeräte am Donnerstag mitteilte. Organisch und bereinigt um Fremdwährungseffekte gingen die Verkäufe um 1,6 Prozent zurück.
Das Unternehmen hat seit langem ein Wachstumsproblem. Analysten waren sich im Vorfeld nicht einig gewesen, ob die Flaute angehalten habe.
Im ersten Halbjahr kam vor allem der Bereich Consumer & Industrial (-3,2%) nicht auf Touren, wobei insbesondere das Beauty-Geschäft (-9,2%) schwächelte. Hier habe es eine geringere Nachfrage gegeben. Aber auch im zweiten Bereich Healthcare (+0,8%) herrschte nicht eitel Sonnenschein, wie der Umsatzeinbruch im Segment Drug Delivery (-13,8%) zeigt. Das Geschäft spürte die Umsetzung einer Zweitlieferantenstrategie durch einen Kunden, wie es hiess.
Marge verbessert
Das Betriebsergebnis (adj. EBITDA) verringerte sich weniger stark als der Umsatz, und zwar um 3,0 Prozent auf 43,5 Millionen Franken. Entsprechend verbesserte sich die Marge auf 20,3 von 19,9 Prozent. Begründet wurde dies mit Sparmassnahmen und positiven Mixeffekten.
Unter dem Strich brach der Reingewinn allerdings regelrecht ein, auf 0,8 von 6,9 Millionen. Der Rückgang sei die Folge von höheren Restrukturierungskosten (3,8 Mio) und Abschreibungen (2,6 Mio), hiess es im Communiqué.
Sparmassnahmen eingeleitet
So leitete das Unternehmen in den letzten Monaten in den Geschäftsbereichen Industry Dispenser und Beauty Restrukturierungsmassnahmen ein. Zudem seien die Massnahmen zur Optimierung der Standorte vorangetrieben worden.
Bestätigt wurde der Ausblick. Medmix peilt für das Gesamtjahr eine flache Umsatzentwicklung, allenfalls eine Zunahme im einstelligen Prozentbereich sowie eine bereinigte EBITDA-Marge von rund 20 Prozent an. Unverändert sind auch die Mittelfristziele, die ein jährliches Wachstum von über 4 Prozent und eine Marge von über 21 Prozent vorsehen. (awp/mc/ps)
