Mobimo verdient im Halbjahr deutlich weniger

Christoph Caviezel

Christoph Caviezel, CEO Mobimo. (Foto: Mobimo)

Luzern – Das Immobilienunternehmen Mobimo hat im ersten Halbjahr 2017 bei einem stabilen Mieterfolg unter dem Strich deutlich weniger verdient. Das kommt allerdings nicht ganz überraschend, hatte die Gesellschaft doch im Vorjahr von einem relativ hohen Verkaufserfolg mit Anlageliegenschaften profitiert. Dass sich dies 2017 wahrscheinlich nicht in dieser Grössenordnung wiederholen lässt, wurde von der Geschäftsleitung in Aussicht gestellt. An der Dividendenpolitik will man aber festhalten. Die Projektpipeline ist prall gefüllt.

Mobimo eröffnet traditionell die Berichtssaison unter den Schweizer Immobiliengesellschaften und muss sich in diesem Jahr am Rekordergebnis des Vorjahres messen lassen. Bei den Mieteinnahmen zeigt sich angesichts der im vergangenen Jahr veräusserten Liegenschaften eine erfreuliche Entwicklung. Der Erfolg aus der Vermietung kam im ersten Semester 2017 bei 48,6 Mio CHF zu liegen, was 0,7% über dem entsprechenden Vorjahreswert liegt. Die Geschäftsleitung um CEO Christoph Caviezel zeigte sich am Freitag an einer Telefonkonferenz zuversichtlich für die weitere Entwicklung der Mieteinnahmen.

Derzeit realisiere man unter anderem in Zürich, Kriens, Aarau und Lausanne Projekte für das eigene Portfolio mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 480 Mio CHF, hiess es. Daraus werden den Ausführungen zufolge bis Ende 2019 zusätzliche Mieteinnahmen von über 25 Mio CHF pro Jahr resultieren.

Gewinnzahlen rückläufig
Trotz des stabilen Mieterfolgs ging das Ergebnis auf Stufe EBIT um 12% auf 92,9 Mio CHF und auf Stufe Reingewinn (den Aktionären zurechenbar) um 30% auf 62,4 Mio zurück. Klammert man den aus der Neubewertung des Immobilienparks stammenden Erfolg von 30,6 Mio CHF aus (+47%), resultiert ein Rückgang um 26% beim EBIT und von 46% beim Reingewinn.

Massgeblich verantwortlich ist dafür der Erfolg aus dem Verkauf von Anlageliegenschaften, der mit 17,8 Mio CHF nur knapp halb so hoch wie im Vorjahr ausgefallen ist. Die Verkaufserlöse werden laut CEO Caviezel zu höheren Renditen in die eigene Entwicklungspipeline investiert. Die Nachfrage am Transaktionsmarkt sei aber unverändert hoch, hiess es dazu. Es seien weitere Immobilien identifiziert, die bei entsprechenden Gelegenheiten verkauft werden könnten, hiess es.

Rückläufig entwickelte sich auch der Erfolg im Geschäftsbereich Verkauf Promotion und Entwicklungsdienstleistungen (-22% auf 13,3 Mio). Insgesamt wurden 74 Eigentumswohnungen verkauft, die zu einem grossen Teil aus dem Aarauer Aeschbachquartier stammen, welches im Frühjahr 2017 fertig gestellt wurde.

Die Erträge schwanken in diesem Geschäftsbereich jedoch stark, was in der Natur der Sache liegt: Die Projekte laufen meist über mehrere Jahre und werden dann mehr oder weniger auf einen Schlag in der Erfolgsrechnung sichtbar.

Nach dem Bilanzstichtag hat Mobimo eine Parzelle in Meggen am Vierwaldstättersee gekauft und plant darauf rund 30 Eigentumswohnungen. Der Bereich Entwicklung Dritte realisiert im Verlauf des Jahres 2017 einige Projekte, die im zweiten Halbjahr zum Ergebnis beitragen werden, wie es hiess.

An Dividendenpolitik wird festgehalten
Für die weitere Geschäftsentwicklung zeigte sich das Management ziemlich unkonkret, aber grundsätzlich zuversichtlich. An der «attraktiven» Dividendenpolitik halte man fest, hiess es. (awp/mc/pg)

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