Bern – Bei der Abstimmung zur Einführung eines Bürgerdienstes zeichnet sich am Sonntag gemäss SRF-Trendrechnung von 12 Uhr ein deutliches Nein-Trend ab.
Volk und Stände hatten über die Einführung eines Bürgerdienstes zu befinden, den bei einem Ja alle leisten müssten. Als Beispiele genannt werden Katastrophenschutz, Cyberabwehr, Bildung und das Gesundheitswesen. Armee und Zivilschutz sollen aber in jedem Fall genügend Personal zur Verfügung haben.
Mit dem Bürgerdienst könnten alle dort ihren Beitrag leisten, wo sie gebraucht würden, entsprechend ihren Fähigkeiten, argumentieren die Initiantinnen und Initianten. Mit einer Dienstpflicht für alle würden mehr Menschen rekrutiert und aufgeboten, als Armee und Zivilschutz benötigten, erwidert die Gegnerschaft.
Störend ist für die Gegner auch, dass Frauen dienstpflichtig werden, obwohl sie heute den grössten Teil der unbezahlten Arbeit leisten. Und dass junge Menschen statt im Ausbildungsberuf in einem für sie fremden Berufsfeld tätig sein müssten. (awp/mc/ps)
