Nestlé vor US-Gericht wegen Vorwürfen zum Wassergeschäft

Nestlé

Nestlé-Hauptsitz in Vevey.

Vevey – Der Nahrungsmittelkonzern Nestlé sieht sich in den USA einer Klage zum Wassergeschäft ausgesetzt. Wie das Wall Street Journal (WSJ) in ihrer Samstagsausgabe berichtet, haben elf Kunden am Bezirksgericht Connecticut gegen die Nestlé eine Sammelklage eingereicht, die auf die Marketing-Aktivitäten der Mineralwassermarke «Poland Spring» zielt.

Die Kläger monieren, dass in die Flaschen von «Poland Spring» zum grössten Teil nur «gewöhnliches Grundwasser» abgefüllt wird. Die Nestlé-Tochter vermarkte hingegen die Produkte als «100-prozentiges natürliches Quellwasser» und erfülle somit die Bestimmungen der US-Gesundheitsbehörde FDA nicht, heisst es weiter.

Die Kläger sprechen laut dem Zeitungsbericht von einem «kolossalen Betrug». Sie fordern die Rückerstattung des Mehrpreises, den sie für die Produkte bezahlt haben, oder auch eine Busse gegen die US-Mineralwassersparte von Nestlé. Zur Höhe einer allfälligen Zahlung werden im Bericht keine Angaben gemacht. (awp/mc/ps)

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