Roche nimmt neues F&E-Gebäude in Betrieb

Roche

Bau 97 Ansicht von Nordwesten, Wettsteinalle.

Basel – Der Pharmakonzern Roche hat das neue Forschungs- und Entwicklungsgebäude «Bau 97» eingeweiht und in Betrieb genommen. In dem mit Investitionen von 250 Mio CHF in vier Jahren erstellten Gebäude werden Darreichungsformen für neue Wirkstoffe erforscht und entwickelt. Zudem werden Prüfmuster für klinische Studien weltweit hergestellt, teilte der Pharmakonzern am Freitag mit. Derweil ist das derzeit grösste Bauvorhaben des Konzerns, der 550 Mio teure Hochbau, auf Kurs.

«Bei der Entwicklung eines Medikaments ist es von entscheidender Bedeutung, die effektivste und sicherste Darreichungsform für Wirkstoffe zu finden», betonte Roche-CEO Severin Schwan anlässlich der Einweihung des Gebäudes am Freitag die Bedeutung der Investition. Dies zeigten das innerhalb von Rekordzeit entwickelte Medikament Zelboraf gegen schwarzen Hautkrebs sowie die subkutane Formulierung von Herceptin zur Therapie von HER2-positiven Brustkrebs.

Gemäss Pharma-COO Pascal Soriot sollen Zulassungsanträge für die subkutane Formulierung von Herceptin demnächst eingereicht werden und das dann auch injizierbare Medikament im kommenden Jahr auf den Markt gebracht werden.

Mehr Innovation und schnellere Prozesse
«Basel vereint Funktionen der gesamten Pharma-Wertschöpfungskette», so der CEO weiter. «Mit der getätigten Investition wird der Standort Basel als Firmenhauptsitz und globales Zentrum in Forschung und Entwicklung weiter gestärkt.» Dabei sei Basel im Bereich neuer Formulierungsverfahren eines der wichtigsten Kompetenzzentren des Konzerns.

Pascal Soriot verspricht sich von Forschungs- und Entwicklungsteams unter einem Dach unter anderem mehr Innovation und beschleunigte Prozesse. So würden nun gewisse, zuvor aus Kapazitätsgründen outgesourcte Standardprozesse nun wieder intern durchgeführt, sagte der COO an der Eröffnungsfeier.

Von den Investitionen von rund 250 Mio CHF für den Bau 97 entfielen 100 Mio auf das Gebäude und 150 Mio auf die Inneneinrichtungen. Das Gebäude bietet Platz für 100 Mitarbeitende und ist mit 670 Räumen, davon 239 Reinräume ausgestattet.

Weitere Bauvorhaben – Hochbau auf Kurs
Der nun fertig gestellte von dem Architekturbüro Herzog & de Meuron entworfene «Bau 97» ist gemäss Matthias M. Baltisberger, Leiter Standort Basel, das erste Element eines strategischen Bebauungsplanes, der die Leitplanken für die zukünftige Bebauung entlang der Wettsteinallee setzt. «Ein konkreter Zeitplan für weitere Bauvorhaben entlang der Wettsteinallee besteht nicht», so Baltisberger gegenüber AWP. Es werde in Szenarien geplant, die dann je nach Bedarf innerhalb von rund vier Jahren realisiert werden könnten.

«Der Bau des Hochhauses verläuft planmässig», so Baltisberger weiter mit Blick auf den für 2015 geplanten Bezug des 550 Mio CHF teuren, dannzumal höchsten Gebäudes der Schweiz. Derzeit würde das Fundament ausgearbeitet. (awp/mc/pg)

Exit mobile version