Oettinger Davidoff mit Produktionsrekord bei Premium-Zigarren

Zigarre

(Foto: kornienko – Fotolia.com)

Basel – Die Basler Oettinger Davidoff AG hat 2013 so viele Zigarren auf den Markt gebracht wie noch nie. Dennoch sank der Umsatz wegen des Verkaufs von Firmenteilen um 2% auf 1,2 Mrd CHF. Wie viel davon als Gewinn blieb, hält das Familienunternehmen geheim.

Die 1875 gegründete Oettinger Davidoff AG (ODAG) verkaufte letztes Jahr 38,9 Mio eigene Marken-Zigarren. Das entspricht einer Steigerung um 24,7%, wie Konzernchef Hans-Kristian Hoejsgaard am Mittwoch in Basel vor den Medien sagte. Die neu lancierten Zigarren aus Nicaragua waren so gefragt, dass es zeitweise zu Lieferengpässen kam.

Umbau in der Schweiz abgeschlossen
Welchen Umsatz das Unternehmen mit seinen handgerollten Premium-Zigarren erzielt, gibt ODAG nicht bekannt. Der Gesamtumsatz ist praktisch die einzige Kennzahl, die veröffentlicht wird. Und das dieser letztes Jahr erneut sank, schmerzt den CEO keineswegs.

Grund für das kleine Minus ist nämlich der Verkauf des Schweizer Zigarettenautomaten-Geschäfts der Zopag AG an die Westschweizer Groupe Margot AG im vergangenen Juli. Dieser Verkauf führte auch zum Rückgang des ODAG-Personalbestands in der Schweiz um 11,4% auf 611 Angestellt. Weltweit beschäftigte das Unternehmen Ende letzten Jahres 3502 Mitarbeitende, 2,5% weniger als 2012.

Nach Angaben des Konzernchefs ist der Umbau in der Schweiz nun abgeschlossen. In der Schweiz konzentriert sich die ODAG künftig auf Generalvertretungen und das Grosshandelsgeschäft mit Tabak- und Süsswaren.

Marktanteile gewonnen
Global steht für das Unternehmen dagegen das Geschäft mit teuren Premium-Zigarren und Raucheraccessoires im Zentrum. In diesem Bereich habe ODAG letztes Jahr trotz einem teils schwierigen Umfeld erneut Marktanteile gewinnen können, sagte Hoejsgaard. 40% des Umsatzes mit eigenen Marken erzielte ODAG in Nordamerika, 38% in Europa.

Grosses Wachstumspotenzial für Premium-Segment
Tätig ist ODAG laut dem CEO in einem Nischengeschäft: Von den 23 Mrd Zigarren und Zigarillos, die weltweit hergestellt werden, seien nur 1,5 Mrd handgerollt. Und bei weniger als einem Drittel davon handle es sich um Premium-Zigarren wie jene von ODAG.

Und für dieses Premium-Segment sieht der ODAG-Chef ein grosses Wachstumspotenzial. So genössen immer mehr Menschen um die 40, die auch ein gutes Essen und ein Glas Wein schätzen, ohne je geraucht zu haben auch eine Zigarre. Gute Marktchancen sieht Hoejsgaard auch bei der ausgabefreudigen chinesischen Kundschaft.

Für das laufende Jahr rechnet der CEO im Kerngeschäft mit einem weiteren Wachstum. Die Ertragskraft, die schon letztes Jahr durch die Fokussierung auf das Kerngeschäft und Kostensenkungsprogramme gestärkt werden konnte, soll sich weiter verbessern. (awp/mc/pg)

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