Orange trotz Umsatzrückgang mit mehr Gewinn nach neun Monaten

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(Foto: Frederic Bukajlo – abacapress.com pour Orange)

Rennens – Orange hat in den ersten neun Monaten trotz weniger Umsatz mehr Gewinn eingefahren. Der Umsatz schrumpfte um 3,2% auf 933,4 Mio CHF. Dagegen nahm der Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) um 3,0% auf 279,4 Mio CHF zu.

Die Resultate seien ganz ok, sagte Orange-Chef Johan Andsjö am Donnerstag im Gespräch mit der Nachrichtenagentur sda. «Wir haben erwartet, dass das dritte Quartal relativ flau werde bis zum Start der neuen Abos am Quartalsende.» Danach habe das Geschäft wieder deutlich angezogen. Unter anderem hatte Orange ein Abo lanciert, das nur in den Poststellen verkauft wird.

Der Umsatzrückgang sei unter anderem auf die anhaltende Preiserosion im Schweizer Mobilfunkmarkt zurückzuführen. Der durchschnittliche Umsatz pro Kunde schrumpfte um 6,9% auf 40,1 CHF pro Monat. Neben dem Preiszerfall nahmen die SMS ab, die einzeln verrechnet werden, weil immer mehr Kunden mit Pauschaltarifen ausgerüstet sind.

Surfen von unterwegs
So legten die mobilen Breitbandangebote um 30% zu, was einen Teil des Umsatzrückgangs wettmachte. Der Datenverkehr auf dem schnellen LTE-Netz (auch 4G genannt) habe sich im Vergleich zur Vorjahresperiode mehr als verdoppelt, hiess es weiter. Bei Neuabschlüssen griffen 71% mehr Kunden zu mittleren und teuren Datenpaketen als vor einem Jahr.

Schub durch iPhone 6
Schub habe es durch die neuen Abos und die Lancierung des iPhone 6 gegeben, sagte Andsjö. Mittlerweile seien bereits die Hälfte aller Handys und Tablets auf dem Markt LTE-fähig. Das LTE-Netz decke 90% der Bevölkerung ab. Das Unternehmen plant, über zusätzliche 1000 Handyantennen mit LTE auszurüsten, um den rapide steigenden Datenverkehr bewältigen zu können.

Profitabilität gesteigert
«Insgesamt bin ich glücklich, dass wir die Profitabilität steigern konnten», sagte der Orange-Chef. Der Betriebsgewinn (EBIT) verbesserte sich gar um 18,9% auf 165,8 Mio CHF. Die Probleme mit den fehlerhaften Rechnungen seien vorbei.

Auf der anderen Seite hat Orange die Kosten gedrückt. So sanken die Ausgaben für Interkonnektion, Inhalte und Werbung sowie die Personalkosten deutlich. Das Telekomunternehmen hat die Zahl der Vollzeitstellen in den letzten zwölf Monaten von 939 auf 871 reduziert.

Unter dem Strich erreichte der Gewinn der Holdinggesellschaft Matterhorn Mobile 23,2 Mio CHF. Vor einem Jahr hatte hier noch ein Verlust von 2,3 Mio CHF gestanden.

Der Kundenbestand bei Orange blieb stabil bei 2,141 Millionen, wie der Mobilfunkanbieter in einem Communiqué mitteilte. Die Zahl der lukrativen Abokunden wuchs gegenüber dem Vorjahr um 2,6% auf 1,149 Mio. Dagegen nahm der Bestand an Prepaidkunden um 2,8% auf 992’000 ab. (awp/mc/pg)

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