Orior setzt 2019 dank Zukäufen mehr um

Orior-CEO Daniel Lutz. (Foto: Orion)

Zürich – Orior hat im Geschäftsjahr 2019 zwar etwas mehr umgesetzt, dies allerdings nur dank Zukäufen. Der Reingewinn blieb zwar knapp unter Vorjahr, die Dividende soll aber erneut erhöht werden. Für das laufende Jahr gibt sich der Nahrungsmittel-Hersteller zudem sehr optimistisch.

Der Nettoumsatz nahm in der Berichtsperiode um 3,4 Prozent auf 596,4 Millionen Franken zu, das organische Wachstum war mit -1,9 Prozent allerdings negativ. Hauptgrund dafür sei der bewusste Verzicht auf einen unrentablen Convenience-Auftrag in Höhe von rund 8,2 Millionen Franken gewesen. Gleichzeitig habe Orior Schweiz ein gegenüber dem starken Vorjahr schwächeres Oster- und Weihnachtsgeschäft verzeichnet, teilte die in den Bereichen Frisch-Convenience und Fleischveredelung tätige Gruppe mit Marken wie Fredag, Biotta oder Rapelli am Mittwoch mit.

Die breitere Aufstellung mit neuen Geschäftsfeldern festige auch die Bruttomarge, heisst es weiter. Diese sei trotz negativem Effekt der höheren Fleischpreise um 82 Basispunkte auf 44,9 Prozent (267,6 Mio Fr.) gestiegen. Der operative Gewinn (EBITDA) legte um 4,2 Prozent auf 61,0 Millionen Franken leicht überdurchschnittlich zu, die entsprechende Marge blieb – gerundet auf eine Stelle nach dem Komma – allerdings unverändert bei 10,2 Prozent.

Aufgrund der negativen Wechselkurs- und Steuereffekte respektive der positiven Einmaleffekte im Vorjahr blieb der Reingewinn mit 31,5 Millionen Franken leicht unter dem Vorjahr (-1,0%). Die Dividende soll aber trotzdem um 8 Rappen auf 2,32 Franken erneut erhöht werden. Tendenziell blieb Orior mit seinen Zahlen leicht über den Schätzungen von Analysten (gemäss AWP-Konsens).

Zuversichtlicher Ausblick
Für den weiteren Ausblick gibt sich Orior trotz «anspruchsvoll bleibender Rahmenbedingungen» sehr zuversichtlich. Man erwarte ein «gutes Geschäftsjahr 2020» mit einem organischen Wachstum, das von allen Segmenten getragen werde, heisst es in der Mitteilung. Die breitere Aufstellung werde zudem Stabilität und Resilienz weiter stärken.

Organisches Wachstum zwischen 0,5 und 2,0 Prozent
Erstmals wird auch eine Guidance veröffentlicht. Konkret wird 2020 ein Umsatz von 645 bis 655 Millionen Franken mit einer EBITDA-Marge im Bereich von 10,1 bis 10,3 Prozent erwartet. Das organischen Wachstum soll im Bereich von 0,5 bis 2,0 Prozent zu liegen kommen und soll getragen werden von allen Segmenten. Zudem will das Management im Juni 2020 die neue Strategie «Orior 2025» präsentieren.

Für Herbst 2020 sei ausserdem die Übernahme der dritten Tranche an Casualfood vorgesehen, heisst es weiter. Das Anfang 2020 kommunizierte Joint Venture «Smartseller» werde wie angekündigt an zwei bis drei Standorten realisiert und ausgereift. Zudem wird die neu lancierte Marke «Happy Vegi Butcher» im ersten Quartal schweizweit im Detailhandel gelistet. (awp/mc/pg)

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