Schlechte Kartoffelernte und Erholung im Milchmarkt im 2013

Melkkarussell

Bern – Die Schweizer Landwirtschaft war im Jahr 2013 geprägt vom schlechten Wetter im Frühjahr. Viel Regen und kühle Temperaturen führten zu einem verspäteten Start ins Gemüsejahr. Dies wirkte sich insbesondere auf die Kartoffelernte negativ aus.

Die Kartoffeln hätten ihren Wachstumsrückstand nicht mehr aufholen können, schreibt der Schweizerische Bauernverband in seinem Jahresrückblick im Landwirtschaftlichen Informationsdienst (LID). Die Folge: viele kleine Knollen und eine Erntemenge, die um 25% unter dem langjährigen Durchschnitt lag.

Deutlich weniger Kartoffeln geerntet
Ende November lagen nach Angaben des Bauernverbandes 142’000 Tonnen Kartoffeln in den Lagern, das seien rund 23’000 Tonnen weniger als im Schnitt der vergangenen fünf Jahre. Die Branchenorganisation Swisspatat bezeichnete das Jahr 2013 gar als schlechtestes Kartoffeljahr seit jeher.

Aufatmen konnten im zu Ende gehenden Jahr hingegen die Milchproduzenten. Der tiefe Milchpreis im Jahr 2012 habe den Rückgang der Produktionsbetriebe beschleunigt, schreibt der Bauernverband. Dadurch habe sich der Markt deutlich entspannt und sei der Milchpreis gestiegen.

Pflanzliche Produktion um 5,4% rückläufig
Der Wert der pflanzlichen Produktion der Schweizer Landwirtschaft ging im laufenden Jahr um 5,4% zurück, dafür legte die tierische Produktion um 6 Prozent zu. Den gesamten Produktionswert der Landwirtschaft im Jahr 2013 schätzt das Bundesamt für Statistik auf rund 10 Milliarden Franken. (awp/mc/ps)

 

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