Steinhausen – Der Verbundwerkstoffspezialist Schweiter hat wie Mitte Dezember angekündigt im abgelaufenen Geschäftsjahr weniger Umsatz eingefahren und deutlich weniger verdient. Die Dividende soll dennoch stabil bleiben.
Der Umsatz fiel um 11 Prozent auf 904 Millionen Franken, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Ohne negative Währungseinflüsse betrug das Minus 8 Prozent. Unter Berücksichtigung des Verkaufs der Bus-&-Rail-Sparte habe der Umsatz 891 Millionen Franken betragen.
Der bereinigte Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) sank indes um 19 Prozent auf 74,3 Millionen Franken. Die entsprechende Marge lag bei 8,3 Prozent, gegenüber 9,0 Prozent im Vorjahr. Als Hauptgründe für die Entwicklung nennt das Unternehmen tiefere Absatzvolumen sowie gesunkene Rohmaterialpreise.
Der ausgewiesene EBIT stieg um 23 Prozent auf 30,4 Millionen Franken, auf bereinigter Basis brach er aber um 30 Prozent auf 33,8 Millionen Franken ein.
Im Sommer 2025 hatte Schweiter das Bus- und Schienengeschäft veräussert und damit das Portfolio gestrafft. Aus Abschreibungen auf konzerninterne Darlehen, Transaktionskosten sowie dem Betriebsergebnis bis Ende Juli resultierte ein Verlust von 31 Millionen Franken.
Gewinn deutlich unter Vorjahr
Unter dem Strich rutschte Schweiter beim Reingewinn mit -10 Millionen Franken in die roten Zahlen. Im Vorjahr hatte dieser noch 12,9 Millionen betragen. Der Verwaltungsrat will den Aktionärinnen und Aktionären trotzdem eine unveränderte Dividende von 15 Franken pro Titel vorschlagen. Mit den Zahlen lag Schweiter über den Erwartungen der Analysten im AWP-Konsens.
Zudem vermeldete das Unternehmen eine Veränderung im Verwaltungsrat. Jacques Sanche werde sich nach 15 Jahren an der Generalversammlung am 9. April 2026 nicht zur Wiederwahl stellen.
Für 2026 zeigt sich Schweiter vorsichtig. Die Sichtbarkeit in den Kernmärkten bleibe begrenzt, hiess es. Für das zweite Halbjahr rechne man mit einer Belebung im Bereich Core Materials. Der Bereich Display hänge von einer Erholung der Konsumstimmung ab, Architecture von einer zunehmenden Bautätigkeit. Im Industriebereich dürfte die Nachfrage allerdings gedämpft bleiben. Mit Effizienzsteigerungen und weiteren Kostensenkungen will das Unternehmen Margen sichern und Marktanteile gewinnen. (awp/mc/pg)
