Schweizer Exporte brechen im August ein

Exporte

(Photo by chuttersnap on Unsplash)

Bern – Die Schweizer Exporte sind im August nach einem sehr starken Vormonat regelrecht eingebrochen. Schuld daran war tiefere Ausfuhren der Chemie- und Pharmabranche. Bei der restlichen Industrie ging es zum Teil deutlich aufwärts.

Insgesamt sanken die Schweizer Exporte im August 2026 saisonbereinigt zum Vormonat nominal um 17,2 Prozent auf 23,05 Milliarden Franken, wie das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) am Donnerstag mitteilte. Real – also um Preisveränderungen bereinigt – resultierte ein Minus von 8,6 Prozent.

Im Vormonat hatte es einen eigentlichen Exportboom gegeben. Die Ausfuhren waren auf den höchsten Stand seit März 2025 geklettert. Der Hauptgrund waren knapp 28 Prozent höhere Ausfuhren der Chemie- und Pharmaindustrie gewesen. Nun rasselten die Chemie- und Pharmaexporte um 32 Prozent in den Keller.

Bei der Branche sorgen einzelne Chargenabrufe traditionell für grosse Schwankungen zwischen den einzelnen Monaten. Und weil der Wirtschaftszweig rund die Hälfte zu den gesamten Schweizer Exporten beisteuert, prägt dies oft das Gesamtbild.

Deutlich höhere Maschinenexporte
Das BAZG relativiert denn auch den Exporteinbruch. In sieben der zehn Warengruppen sei es aufwärts gegangen. Besonders erfreulich war die Entwicklung bei der Maschinen- und Elektroindustrie, welche die Ausfuhren um 6,3 Prozent steigerte. Auch die Metallindustrie verzeichnete höhere Werte (+2,3 Prozent).

Die Importe nahmen derweil im Berichtsmonat um 11,6 Prozent auf 17,44 Milliarden Franken ab, real um 3,1 Prozent. Der Überschuss in der Handelsbilanz betrug in der Folge 5,61 Milliarden Franken. Im Vormonat war mit einem Überschuss von gut 8 Millionen ein Rekord erzielt worden. (awp/mc/pg)

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