Straumann startet stärker als erwartet ins 2026

Hauptsitz der Straumann Group in Basel. (Bild: Straumann)

Basel – Straumann ist in den ersten drei Monaten 2026 stärker gewachsen als erwartet. Dabei lief das Geschäft mit Zahnimplantaten vor allem in Regionen wie EMEA besonders gut. Den Ausblick bestätigt der Konzern.

Zwischen Januar und März setzte Straumann 672,5 Millionen Franken um, ein Minus von 1,2 Prozent. Organisch, also ohne Akquisitionen und Währungseffekte, hätte das Wachstum dagegen bei +7,1 Prozent gelegen (VJ 11,0), wie aus einem Communiqué vom Mittwoch hervorgeht. Dies zeige die stark negativen Währungseinflüsse. Im weiteren Jahresverlauf sollten sich diese allerdings abschwächen.

Das organische Wachstum lag damit über der von Analysten (AWP Konsens) erwarteten Bandbreite von 5,4 bis 6,9 Prozent. Gewinnzahlen legt Straumann traditionell zu den ungeraden Quartalen nicht vor.

Starke regionale Unterschiede
Wegen der teilweise starken Unterschiede stehen schon seit einigen Quartalen die regionalen Umsätze verstärkt im Fokus. So stiegen die Einnahmen in der wichtigsten Region Europa, Naher Osten & Afrika im ersten Quartal organisch um 7,8 Prozent auf 288,4 Millionen. Die Entwicklung sei über die wichtigsten europäischen Märkte hinweg stark gewesen und unterstreiche die Widerstandsfähigkeit der Region sowie ihre Bedeutung als zentraler Treiber der Gesamtleistung der Gruppe, heisst es dazu in der Mitteilung.

In der viel beachteten Region Nordamerika stiegen die Einnahmen organisch um 7,7 Prozent auf knapp 175 Millionen Franken. Damit habe sich die positive Entwicklung seit Ende 2025 fortgesetzt, stellt Straumann heraus. Alle Geschäftsbereiche hätten zu der Entwicklung beigetragen.

Für Asien stand ein knappes organisches Plus von 0,5 Prozent zu Buche. Klammerte man das China-Geschäft aus, hätte das Plus bei 10 Prozent gelegen. In China bleibe die Marktentwicklung zwar durch den verzögerten volumenbasierten Beschaffungsprozess (VBP) sowie eine hohe Vergleichsbasis zum Vorjahr beeinflusst. Allerdings hätten sich die zugrunde liegenden Trends zuletzt stabilisiert und die Patientennachfrage habe sich verbessert. Dies wiederum führt zu einer schrittweisen Aufstockung der Lagerbestände bei Distributoren.

Ein prozentual zweistelliges organisches Wachstum erzielte Straumann unterdessen in Lateinamerika mit +19,5 Prozent. Das Wachstum setzte sich damit fort und sei breit abgestützt gewesen.

Ausblick bestätigt
Für den weiteren Geschäftsverlauf bestätigt Straumann den bisherigen Ausblick. Demnach peilt das Unternehmen zu konstanten Wechselkursen ein organisches Umsatzwachstum im hohen einstelligen Prozentbereich an. Auf Gewinnebene richtet Straumann die Prognose am operativen Kerngewinn (Core EBIT) aus, der um Posten wie etwa Abschreibungen aus Kaufpreisallokation, Wertminderungen, Restrukturierungskosten etc. bereinigt ist. Hier stellt Straumann weiterhin eine Verbesserung der Marge um 30 bis 60 Basispunkte bei konstanten Wechselkursen 2025 (25,2%) in Aussicht. (awp/mc/pg)

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