Tecan wächst schwungvoll und erhöht den Ausblick

Monica Manotas

Tecan-CEO Monica Monatas. (Foto: Tecan)

Männedorf – Der Laborausrüster Tecan hat sein Wachstumstempo im dritten Quartal 2026 beschleunigt. Für den weiteren Geschäftsverlauf traut sich das Unternehmen nun auch etwas mehr zu.

Der Umsatz stieg laut Mitteilung vom Donnerstag zwischen Juli und September 2026 in Lokalwährungen um 6,9 Prozent. Das Plus beim Auftragseingang fiel mit 3,1 Prozent in Lokalwährungen etwas tiefer aus. Allerdings sei hier die Vergleichsbasis zum Vorjahreszeitraum auch hoch gewesen.

Während das Geschäftssegment Life Sciences Business ein Umsatzplus 5,6 Prozent verzeichnete, zogen die Einnahmen in der Sparte Partnering Business um 7,8 Prozent an – jeweils in Lokalwährungen.

Dabei war das Wachstum im Life Sciences Business vor allem durch die Biopharma-Kunden getrieben. Auch die wiederkehrenden Umsätze aus Serviceleistungen, Verbrauchsmaterialien und Reagenzien verzeichneten weiterhin ein solides Wachstum.

Im Partnering Business war die Nachfrage nach den In-vitro-Diagnostik-Systemen innerhalb der Synergence-Produktlinie ein wesentlicher Treiber. Aber auch die Paramit-CDMO-Fertigungsdienstleistungen zeigten sich robust.

Das «Rewired»-Programm, das auf Portfoliooptimierung sowie kommerzielle und operative Verbesserungen ausgerichtet ist, verlaufe derweil planmässig, heisst es. Tecan hatte das Programm bei seinem Kapitalmarkttag Mitte März 2025 vorgestellt.

Ausblick erhöht
Basierend auf dem Geschäftsgang im dritten Quartal und den aktuellen Annahmen für den Rest des Jahres erhöht Tecan seine Prognose für 2026. So erwartet der Konzern neu ein Wachstum in Lokalwährungen im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich (zuvor: Plus im niedrigen einstelligen Prozentbereich). Bei der bereinigten EBITDA-Marge wird neu ein Wert zwischen 16,5 und 16,8 Prozent in Aussicht gestellt (zuvor: 15,5-16,5%).

Auch der mittelfristigen Ausblick wird bestätigt. So will der Laborausrüster bis 2028 einen Umsatz von 1 Milliarde erzielen und eine bereinigte EBITDA-Marge von 20 Prozent erreichen.

Zoll-Rückerstattungen erhalten
Darüber hinaus berichtet das Unternehmen, dass es im zweiten Halbjahr 2026 Rückerstattungen in Höhe von 6 Millionen Franken im Zusammenhang mit Zöllen erhalten habe, die gemäss dem International Emergency Economic Powers Act entrichtet worden waren.

Diese würden in den ausgewiesenen Ertragskennzahlen wie EBIT, EBITDA, Nettogewinn und Gewinn pro Aktie berücksichtigt. Da es sich bei diesen Rückerstattungen jedoch um einmalige Posten handelt, werden sie in den bereinigten Ertragskennzahlen nicht berücksichtigt. Daher «werden die Rückerstattungen keinen positiven Einfluss auf die Prognose für die bereinigte EBITDA-Marge haben.» (awp/mc/pg)

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