Tech-Industrie mit Sorgenfalten trotz erneut besseren Zahlen

(Foto: Swissmem)

Zürich – Die markante wirtschaftliche Erholung in der Tech-Industrie hat sich im ersten Quartal 2023 fortgesetzt. Der Branchenverband Swissmem warnt aber vor einer drohenden Abkühlung der Konjunktur wegen verschiedener Faktoren.

Die Umsätze der Tech-Industrie (früher MEM-Industrie) stiegen von Januar bis März 2023 gegenüber der entsprechenden Vorjahresperiode um 4,9 Prozent und die Güterexporte um 2,8 Prozent. Aktuell präsentiere sich die Geschäftslage der Schweizer Tech-Industrie also noch gut, heisst es in einer Mitteilung des Verbandes vom Dienstag.

Der Rückgang der Auftragseingänge um 4,8 Prozent sowie der tiefe Stand des Einkaufsmanagerindex PMI würden jedoch für die kommenden Monate auf deutlich schwierigere Zeiten hindeuten. Der Verband warnt gleich vor einem Strauss an Gefahren. Die steigenden Zinsen etwa würden die Konjunktur weltweit abkühlen. Darüber hinaus bestünden weitere grosse konjunkturelle Risiken wie etwa der Krieg in der Ukraine und die Spannungen zwischen China und den USA.

Swissmem nennt die Industrie neu Tech-Industrie und nicht mehr MEM-Industrie, meint aber grundsätzlich das gleiche. Der Dachverband sieht sich als Vertreter der Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie (MEM) sowie verwandter Technologiebranchen. Dazu zählt Swissmem etwa Sensorik, Photonik, Robotik, additive Fertigung oder industrielle Kommunikations-Technologie (ICT).

Swissmem-Sprecher Ivo Zimmermann erklärte gegenüber AWP, dass die Zahlen der Tech-Industrie identisch seien mit den bisherigen unter dem Titel MEM-Industrie publizierten. Es seien die gleichen Firmen vertreten. Die alte Bezeichnung habe schon länger nicht allen im Verband vertretenen Firmen genügt. Ausserdem sei die Bezeichnung MEM-Industrie in der breiten Bevölkerung nie ganz verstanden worden, wie eine Umfrage ergeben habe. (awp/mc/ps)

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