UBS-Konsumindikator legt im Juli etwas zu

Autoverkauf

(Foto: Fotolia - Kzenon)

Zürich – Der UBS-Konsumindikator ist im Juli von 1,21 auf 1,32 Punkte angestiegen. Eine leichte Abwärtskorrektur des Juniwerts sowie überdurchschnittliche Autoverkäufe ermöglichten den Anstieg. Der enttäuschende Juniwert im Tourismus und die flaue Konsumentenstimmung bremsten den Aufwärtstrend jedoch leicht.

Der Anstieg deutet zwar weiterhin auf eine positive Beschleunigung des Schweizer Privatkonsums hin, wird aber durch eine Abwärtskorrektur des Juniwerts relativiert. Der Grund für diese Revision liegt hauptsächlich in der Anzahl Hotelübernachtungen von Inländern für den Monat Juni, die wesentlich tiefer als erwartet ausfiel. Das trübe Wetter setzte der Ferienlust stark zu und führte zu einer Abnahme der Logiernächte um 3,3 Prozent im Vorjahresvergleich.

Autokäufer schalten den Tempomat ein
Die Automobilverkäufe entwickelten sich hingegen erfreulich. So lag die Anzahl Immatrikulationen von neuen Personenwagen im Juli über dem entsprechenden Monatsdurchschnitt seit der Jahrtausendwende. Es scheint, dass die Autokäufer nach einem ausserordentlichem 2015 – unterstützt durch die Frankenstärke und damit verbundene Preissenkungen der Importeure – den Fuss vom Gaspedal nehmen und den Tempomat einschalten.

Nach dem Entscheid Grossbritanniens, die EU zu verlassen, haben die UBS-Ökonomen die Prognosen für das Schweizer Wirtschaftswachstum für 2016 auf 0,9 Prozent marginal gesenkt. Auch für 2017 wurden sie mit 1,3 Prozent leicht pessimistischer, da sich die Wachstumsaussichten in der Eurozone etwas eingetrübt haben und die hiesige Exportwirtschaft wohl in Mitleidenschaft ziehen wird. Dass der Brexit-Entscheid nur einen geringen Einfluss auf die Schweizer Wirtschaft hat, liegt unter anderem am stabilen Privatkonsum. Der UBS-Konsumindikator im Juli deutet darauf hin, dass der private Konsum im weiteren Jahresverlauf ein tragender Wachstumspfeiler bleiben dürfte. (UBS/mc/pg)

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