Genf – Am 8. Mai, dem Geburtstag von Henry Dunant, ist Weltrotkreuz- und Weltrothalbmondtag. Aus diesem Anlass bietet das Internationale Rotkreuz- und Rothalbmondmuseum in Genf vom 8. bis 10. Mai besondere Veranstaltungen und Aktionen. Das Museum stellt die Frage in den Mittelpunkt, wie uns humanitäre Arbeit heute alle betrifft, und lädt Kunst- und Kulturschaffende ein, sich mit den Werten und Herausforderungen der humanitären Tätigkeit auseinanderzusetzen. Als Ort der Erinnerung, Kunst und Debatte bewahrt es ein kulturelles Erbe von nationaler Bedeutung und trägt weltweit zur Sichtbarkeit der Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung bei.
Am Abend des 8. Mai wird der Jet d’Eau in Genf rot beleuchtet. Doch der Weltrotkreuz- und Weltrothalbmondtag ist mehr als ein historisches Gedenken. In einer Zeit zunehmender Krisen und bewaffneter Konflikte versteht sich das Internationale Rotkreuz- und Rothalbmondmuseum (MICR) nicht nur als Ort der Erinnerung, sondern als Forum für Debatten über die Solidarität der Zukunft.
«Die letzten Jahre waren für humanitäre Helfer:innen weltweit so tödlich wie kaum zuvor», hält das Komitee des Weltrotkreuz- und Weltrothalbmondtags fest. Angesichts der Gewalt gegen Einsatzkräfte ist es essenziell, die Bedeutung der Schutzzeichen und humanitären Werte zu vermitteln. «Das Museum macht die komplexe Realität der humanitären Arbeit für die Öffentlichkeit greifbar», erklärt Pascal Hufschmid, Direktor des MICR. Das Museum zeige nicht nur Geschichte, sondern hinterfrage kritisch, wie die Würde des Einzelnen heute geschützt werden kann.
Am Freitag, 8. Mai, erhalten Besucher:innen ein vergünstigtes Ticket (10 statt 15 Franken). Mit dem Kauf finanzieren sie ihren eigenen Eintritt sowie einen weiteren für Begünstigte von Partnerorganisationen wie dem Genfer Roten Kreuz («billets suspendus»). Am Samstag, 9. Mai, wird die humanitäre Arbeit im Museum direkt erlebbar: Bei freiem Eintritt ermöglicht das IKRK mittels Virtual Reality, die Rehabilitation von Minenopfern hautnah mitzuverfolgen. Parallel dazu erläutert die Internationale Föderation (IFRC) die Koordination weltweiter Katastrophenhilfe. Ein hochkarätig besetzter «Runder Tisch» beleuchtet zudem die Beziehung zwischen dem Roten Kreuz und dem Kommunismus im 20. Jahrhundert – eine Debatte, die aktuelle Fragen zur Neutralität in ein neues Licht rückt.
Detailliertes Programm und Anmeldung: www.jmcrgeneve.ch. (Rotkreuz- und Rothalbmondmuseum/mc/ps)
