Zehnder wächst vor allem im Lüftungsgeschäft

Matthias Huenerwadel

Zehnder-CEO Matthias Huenerwadel. (Foto: Zehnder)

Gränichen – Die auf Raumklima spezialisierte Zehnder Group hat im ersten Semester 2019 mehr eingenommen und vor allem mehr verdient. Insbesondere das Geschäft mit Lüftungen ist gut gelaufen.

Der Umsatz nahm im Vergleich zum Vorjahr um 7,9 Prozent auf 313,6 Millionen Euro zu. Zu verdanken sei dies vor allem dem florierenden Geschäft mit Lüftungen. Dieses wuchs um deutliche 14 Prozent und bestritt erstmals die Hälfte des Konzernumsatzes, teilte Zender am Freitag mitten in der Hitzeperiode mit. Mit Heizungen setzte Zehnder lediglich 3 Prozent mehr um.

Noch deutlicher stiegen die Gewinnzahlen. Der operative Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) legte um 21 Prozent auf 17,1 Millionen und der Reingewinn um 25 Prozent auf 13,2 Millionen Euro zu. Die EBIT-Marge lag mit 5,5 Prozent um 0,6 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert.

«Step-up» zeigt Fortschritte
Das früher aufgesetzte «Step-up»-Programm zur Steigerung der Profitabilität zeige Fortschritte, erklärte Zehnder hierzu.

Mit den vorgelegten Zahlen wurden die Erwartungen der Analysten leicht übertroffen. Der AWP-Konsens für den Umsatz lag bei 304,2 Millionen Euro, für den EBIT bei 16,9 Millionen und für den Reingewinn bei 12,9 Millionen.

Mit Blick auf das Geschäftsjahr 2019 rechnet Zehnder mit einem weiter anspruchsvollen Marktumfeld. Trotzdem werde im Vergleich zum Vorjahr ein höherer Umsatz und ein besseres operatives Ergebnis erwartet. Wie sich die Handelskonflikte, der Brexit oder die Leerwohnungsbestände in der Schweiz konkret auf den Geschäftsgang auswirken, sei allerdings schwer abzuschätzen.

Mit Blick nach vorne hält das Management an den mittelfristigen Zielen fest. Ein durchschnittliches Umsatzwachstum von 5 Prozent und eine EBIT-Marge von 8 Prozent hätten «weiterhin oberste Priorität». (awp/mc/pg)

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