Chur – Das Bündner Kunstmuseum präsentiert mit «My Atlas» ab dem 22. August 2026 eine Ausstellung des Schweizer Künstlers Thomas Hirschhorn. Sie zeigt einen Überblick über sein Schaffen von den 1980er-Jahren bis heute. Im Zentrum der Ausstellung steht das Werk «My Atlas», das einen tiefgehenden Einblick in die Vielschichtigkeit seines Werks eröffnet.
Der in Bern geborene Thomas Hirschhorn wuchs in Davos auf, besuchte die Hochschule für Gestaltung und Kunst in Zürich und gewann ab Mitte der 1990er-Jahre internationale Anerkennung für seine Installationen. Er lebt und arbeitet seit 1983 in Paris. Unter dem Titel «My Atlas» zeigt Thomas Hirschhorn im Bündner Kunstmuseum einen Überblick über sein bisheriges Schaffen: Das Werk My Atlas (2025) ist eine persönliche Interpretation des Konzepts eines Atlas, inspiriert von Aby Warburgs «Mnemosyne Atlas». Es dient als verbindendes Element zwischen den verschiedenen Werken des Künstlers von Anfang der 1980er-Jahre bis heute und zeigt seine vielfältigen Beziehungen und seine künstlerische, soziale und politische Relevanz auf. Die Ausstellung bietet eine einzigartige Gelegenheit, einen tieferen Einblick in die Komplexität von Hirschhorns Schaffen zu gewinnen. Sie wird kuratiert von Stephan Kunz.
Biografie Thomas Hirschhorn
Thomas Hirschhorn wurde 1957 in Bern geboren und ist in Davos aufgewachsen. Er studierte von 1978 bis 1983 an der Kunstgewerbeschule Zürich und zog 1983 nach Paris, wo er seitdem lebt. Sein Werk wurde in zahlreichen Museen, Galerien und Ausstellungen gezeigt, zuletzt u. a.: Venedig Biennale (1999 und 2015). Documenta11 (2002), São Paulo Biennale (2006),Carnegie International, Pittsburgh (2008), Schweizer Pavillon, Venedig Biennale (2011), La Triennale, Palais de Tokyo, Paris (2012), Shanghai Biennale (2012), Manifesta 10, St. Petersburg (2014).
2013 präsentierte Thomas Hirschhorn das Gramsci Monument in der Bronx in New York. Flamme Éternelle, Teil der Reihe Presence and Production, fand 2014 im Palais de Tokyo in Paris statt. Zu seinen letzten Projekten in der Schweiz zählen die Robert Walser-Sculpture (2019) in Biel sowie der Pavillon Simone Weil (2026) in Genf.
Hirschhorn veröffentlichte zahlreiche Publikationen, zuletzt: Critical Laboratory: The Writings of Thomas Hirschhorn (October Books / MIT Press, Cambridge 2013), Une volonté de faire, Thomas Hirschhorn (Éditions Macula, Paris 2015), Gramsci Monument (Koenig Books, London 2015).
Thomas Hirschhorns Ausstellungen in Museen, Galerien, Projekträumen sowie seine Installationen im öffentlichen Raum dokumentieren sein gezieltes Engagement für eine breite und nicht-exklusive Öffentlichkeit. Er erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen, darunter den Preis für junge Schweizer Kunst (1999), den Prix Marcel Duchamp (2000), den Rolandpreis für Kunst im öffentlichen Raum (2003), den Joseph Beuys-Preis (2004) sowie den Kurt-Schwitters-Preis (2011). (Bündner Kunstmuseum/mc/ps)
