KI-Startup SalesPort treibt Expansion voran

SalesPort CEO Daniel Kleinheinz (Bild: Daniel Kleinheinz)

Luzern – Das Luzerner Startup SalesPort unterstützt mit seiner KI-Software Vertriebs- und Business-Development-Teams dabei, potenzielle Kunden und passende Ansprechpartner zu identifizieren. Gestartet 2024 ist SalesPort heute in 25 Ländern aktiv und zählt neben dem ORF auch globale Weltmarktführer aus der Fertigungsindustrie zu seinen Kunden.

Vor Kurzem erfolgte der Markteintritt in den USA und Kanada; zudem verstärkt das Startup seine Aktivitäten in der Schweiz.

Im B2B-Vertrieb fliesst ein grosser Teil der Arbeitszeit in die Vorbereitung: Unternehmen recherchieren, aktuelle Entwicklungen verfolgen und die richtigen Ansprechpartner identifizieren. Hier setzt SalesPort an. Das 2024 gegründete Luzerner Startup hat eine SaaS-Lösung für Vertriebs- und Business-Development-Teams entwickelt, die diese Vorarbeit automatisiert. Die Software identifiziert relevante Zielfirmen, recherchiert sie anhand individuell definierter Kriterien und liefert passende Ansprechpersonen inklusive verifizierter E-Mail-Adressen und Telefonnummern. Zum Angebot gehören auch ein individuelles Setup, bei dem die KI auf Produkte, Use Cases und USPs des jeweiligen Kunden ausgerichtet wird, sowie Onboarding und Trainings.

Verbindung von Unternehmensrecherche und Kontaktdaten

SalesPort will sich damit von klassischen Kontaktdatenbanken und generischen KI-Tools abgrenzen. Während Datenbanken vor allem Kontaktdaten liefern und Anwendungen wie ChatGPT oder Claude einzelne Unternehmen analysieren können, verbindet SalesPort Unternehmensrecherche und Kontaktdaten in einem auf den jeweiligen Kunden zugeschnittenen System. Die Datenbasis umfasst 475 Millionen Kontakte von Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern sowie 32,5 Millionen Unternehmen. Der Vertrieb erfolgt direkt sowie über ein Partner- und Reseller-Netzwerk.

An der Spitze von SalesPort stehen CEO Daniel Kleinheinz und CTO Ruslan Bakeyev. Die Idee entstand bei Kleinheinz während seiner Zeit im Business Development bei Zoom in Amsterdam. 2023 begann der Österreicher mit der Konzeption, gemeinsam mit Alexander Winter und Max Niedersüss, die er aus dem Studium in Wien kennt. Bakeyev stiess später als CTO dazu und verantwortet die technische Entwicklung der Plattform. Dieser war zuvor bei IBM und DHL tätig und hatte bereits ein eigenes Startup gegründet. Das operative Team umfasst heute neben Kleinheinz und Bakeyev fünf weitere Mitarbeitende, die derzeit über Europa verteilt arbeiten. Firmensitz ist Luzern, wo Mitgründer Winter bereits ein Unternehmen aufgebaut hatte.

Ende 2024 schloss SalesPort eine Angel-Finanzierungsrunde ab. Seither finanziere sich das Unternehmen aus den eigenen Umsätzen, sagt Kleinheinz. Stand Oktober 2026 liege das Umsatzwachstum bei knapp 600 Prozent gegenüber dem gesamten Geschäftsjahr 2025.

Inzwischen nutzen mehr als 100 Go-to-Market-Teams in 25 Ländern die Lösung. Zu den Kunden zählen neben dem Österreichischen Rundfunk ORF auch globale Weltmarktführer aus der Fertigungsindustrie sowie weitere Unternehmen aus Medien, Technologie, Biotech und Logistik.

Ausgehend von ersten Netzwerken und Referenzen in Österreich expandierte SalesPort über Reseller unter anderem nach Deutschland, in die Schweiz, nach Frankreich und in die Benelux-Länder. Inzwischen ist das Startup auch in Skandinavien, Südosteuropa und Singapur aktiv. Kürzlich erfolgte der Markteintritt in den USA und Kanada.

In den USA hat SalesPort bereits erste Kunden aus Logistik, IT und Software, Medien und Fertigung gewonnen. Nun will das Startup das Geschäft in Nordamerika weiter vorantreiben und parallel sein Partnernetzwerk ausbauen. Das gesammelte Know-how aus verschiedenen Märkten und Go-to-Market-Ansätzen will SalesPort künftig auch in der Schweiz verstärkt einsetzen. Dafür sollen die Aktivitäten und das Team am Firmensitz in Luzern ausgebaut werden. (Startupticker.ch/mc/hfu)


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