Zürich – Die erste Förderrunde 2026 der Klimastiftung Schweiz unterstützt 8 Unternehmen – darunter überwiegend junge Cleantech-Startups – mit über 1,08 Millionen Franken. Die Innovationen reichen dabei von der Verpackungsfolie aus Algen, einer Lösung für drahtlose Energieübertragung für Elektrobusse bis zur Hochvolt-Second-Life-Speicherplattform für Industrie und Gewerbe.
Die Klimastiftung Schweiz spricht diesen Frühling 1,084 Millionen Franken für 8 klima-innovative Projekte und Technologien – darunter fast ausschliesslich solche von Startups. Die jährliche Wirkungsmessung zeige, dass die Unterstützung gerade in der Anfangsphase zentral ist: Im Geschäftsjahr 2025 gaben 23 Prozent der geförderten Unternehmen an, dass sie ihr Innovationsprojekt ohne die Stiftung nicht realisiert hätten. Weitere 41 Prozent hätten ihre Projekte nur stark verzögert oder in deutlich reduziertem Umfang realisiert.
Im Rahmen der ersten Förderrunde 2026 wurden folgende Startups berücksichtigt:
limu.eco (ZH, 2024): Mittels neuartigem Bioraffinerie-Modell verwandelt das Startup aquatische Biomasse aus heimischen Gewässern in hochwertige, funktionale Additive für nachhaltige Materialanwendungen.
KLARK (GR, 2025): entwickelt einen CO2-neutralen Beton, der es ermöglicht, Neubauten als Kohlenstoffsenken zu nutzen. Durch einen sauerstofffreien Pyrolyseprozess wird Kohlenstoff aus Holz im Beton gebunden und bleibt dauerhaft darin eingeschlossen, auch über mehrere Recyclingzyklen hinweg.
go-climate (SZ, 2020): Das Dienstleistungsunternehmen will in Partnerschaft mit Amstutz Holzenergie und dem Dachverband Holzenergie Schweiz Holzasche mit CO₂ anreichern, damit die Konzentration an CO2 in der Luft reduziert werden kann. Das Potenzial ist vorhanden, denn gemäss Bundesamt für Umwelt BAFU fallen in der Schweiz jährlich rund 75’000 Tonnen Holzasche an.
modual (SZ, 2021): Das Startup verwendet für sein nachhaltiges Energiespeichersystem gebrauchte Batterien aus E-Fahrzeugen und reduziert damit Abfall, schont Ressourcen und trägt zur Senkung der CO2-Emissionen bei.
Noriware (AG, 2022): Die Verpackungsfolie für Obst- und Gemüseverpackungen «Norifresh» des Cleantech-Startups wird aus Algen hergestellt und soll künftig helfen, Einweg‑Plastikverpackungen zu reduzieren.
Nullpunkt (ZH, 2025): Die Zürcher haben ein innovatives Eisspeicher-Wärmesystem entwickelt, welches aufgrund seiner kompakten Bauweise und dem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis besonders für das nachhaltige Heizen von Ein- und Mehrfamilienhäusern eignet.
upVolt (BS, 2020): ist auf das Upcycling und die Verlängerung der Lebensdauer von gebrauchten Lithium-Ionen-Batterien spezialisiert und entwickelt Second-Life-Hausspeicher aus EV-Batterien.
Winduction (ZH, 2024), das Spin-off der ETH Zürich hat eine kabellose Lösung zum Laden von E-Bussen entwickelt, bei der Energie direkt von im Boden integrierten Ladeelementen an die Räder übertragen wird. Dadurch können Fahrzeuge bei Zwischenstopps – etwa an Haltestellen oder Terminals – automatisch und ohne Kabel geladen werden.
Die Klimastiftung Schweiz entscheidet zweimal jährlich über eingereichte Förderanträge – jeweils im Frühling und im Herbst. Die nächste Eingabefrist endet am 1. September 2026. (startupticker/mc/hfu)
