Frankreichs Rockikone Johnny Hallyday gestorben

Johnny Hallyday (1943 - 2017).

Paris – Der französische Rockmusiker Johnny Hallyday ist tot. Er starb in der Nacht zum Mittwoch im Alter von 74 Jahren, wie seine Ehefrau Laeticia der Nachrichtenagentur AFP mitteilte. Hallyday war an Lungenkrebs erkrankt.

«Er hat uns diese Nacht verlassen, wie er sein ganzes Leben lang gelebt hat: mit Mut und Würde», sagte seine Ehefrau.

Hallyday hatte den Rock auf Französisch interpretiert. Dabei hatte er einen ganz eigenen Stil entwickelt, denn er integrierte in seine Musik die verschiedensten Trends: Dem Rock’n Roll folgten Country, Psychedelisches, Techno und Hip-Hop. Er arbeitete mit grossen Pop-Stars wie Jon Bon Jovi und Patrick Bruel zusammen. Mit Songs wie «Quelque chose de Tennessee», «Oh, ma jolie Sarah» oder «Je t’aime» schwankte er musikalisch zwischen Joe Cocker, Elvis Presley und Georges Brassens.

Showbusiness in die Wiege gelegt
Fast 50 Studio-Alben nahm der Sänger mit den tätowierten Oberarmen, den stahlblauen Augen und dem sorgsam gepflegten Bärtchen im Laufe seiner Karriere auf, rund 40 seiner Platten wurden mit Gold ausgezeichnet. Er wechselte von Rock’n’Roll zu Soul, Country, Blues und Pop und spielte auch in mehreren Kinofilmen mit.

Jean-Philippe Smet, so sein bürgerlicher Name, wurde das Showbusiness gewissermassen in die Wiege gelegt. Er wurde 1943 als Sohn eines belgischen Schauspielers, Sängers und Tänzers in Paris geboren, der die Familie verliess, als Hallyday acht Monate alt war. Weil die Mutter arbeitete und keine Zeit für ihn hatte, wuchs er bei ihrer Schwester auf, die mit ihren Töchtern und dem knapp einjährigen Johnny ab 1944 auf Tanztournee ging. Die Gruppe nannte sich «The Hallydays». (mc/ps)

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