Gewitter zwingt Swiss zu Flugausfällen und Umleitungen

Die Intensität der Unwetter vom Dienstag haben den Flugbetrieb der Swiss massiv beeinträchtigt.

Kloten – Das schwere Gewitter vom Dienstagabend hat bei der Fluggesellschaft Swiss zu massiven Beeinträchtigungen im Flugverkehr geführt. Insgesamt mussten 26 Flugzeuge auf Ausweichflughäfen landen.

Zudem wurden am Dienstag und Mittwoch rund 70 Flüge annulliert, auch da sich zahlreiche Maschinen nach den Umleitungen noch nicht wieder am richtigen Ort befanden. Wie COO Oliver Buchhofer am Mittwoch in einem Gespräch mit den Medien am Flughafen Zürich erklärte, traf das Unwetter den Hub Zürich besonders hart. Das Gewitter sei länger, intensiver und stationärer gewesen als prognostiziert und habe sich direkt über dem Flughafen festgesetzt. Aus Sicherheitsgründen wurde der Flugbetrieb zeitweise stark eingeschränkt.

Mehr als 10’000 Passagiere betroffen
Von den Auswirkungen der Annullierungen und Umleitungen seien über 10’000 Passagiere betroffen gewesen. Ein grosser Teil der Reisenden habe bereits auf andere Verbindungen umgebucht werden können.

Die Situation sei zusätzlich erschwert worden, weil der «klassische» Ausweichflughafen Basel rasch ausgelastet gewesen sei. Teilweise hätten Maschinen deshalb weiter entfernte Flughäfen wie Lyon, Mailand oder Stuttgart anfliegen müssen.

Laut Buchhofer arbeiteten zahlreiche Mitarbeitende die ganze Nacht daran, Flugzeuge, Crews und Passagiere neu zu disponieren. Auf dem Vorfeld habe der Betrieb während des Gewitters aus Sicherheitsgründen zeitweise eingestellt werden müssen, da Bodenpersonal bei Blitzschlag nicht im Freien arbeiten könne. Sicherheit habe in einer solchen Situation oberste Priorität.

Unwetter mit aussergewöhnlicher Intensität
Das Unwetter sei in dieser Intensität aussergewöhnlich gewesen. In seinen rund zehn Jahren im Flugbetrieb könne er eine vergleichbare Wetterlage am Flughafen Zürich erinnern, sagte Buchhofer.

Gleichzeitig betonte er, dass sich die Airline trotz der schwierigen Rahmenbedingungen gut auf die beginnende Sommersaison vorbereitet sehe. Wetterextreme gehörten jedoch zu den Faktoren, die sich nicht beeinflussen liessen und auch künftig eine hohe Flexibilität im Flugbetrieb erforderten. (awp/mc/pg)

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