Heimatflimmern. Die Kunstsammlungen der Schweizerischen Post und des Kunstmuseums St. Gallen im Dialog

David Bürkler (1936–2016), Quasi Dach, 2013, Foto: Stefan Rohner, Kunstmuseum St.Gallen. (© 2026, ProLitteris, Zürich, Sammlung Kunstmuseum St.Gallen, Erworben 2014)

St. Gallen – Mit Heimatflimmern zeigt das Kunstmuseum St. Gallen eine gemeinsame Ausstellung mit der Kunstsammlung der Schweizerischen Post. Werke aus der Museumssammlung treten dabei in einen Dialog mit Werken aus der Sammlung der Post. Mit 26 künstlerischen Positionen – vor allem aus der Schweizer Gegenwartskunst, ergänzt durch ausgewählte internationale sowie einzelne historische Werke – geht die Ausstellung einer ebenso aktuellen wie offenen Frage nach: Was kann «Heimat» heute bedeuten? Die Kooperation steht im Zusammenhang mit der hundertjährigen Fördertradition der Schweizerischen Post.

Der Ausgangspunkt für dieses gemeinsame Ausstellungsprojekt ist ein Jubiläum der Schweizerischen Post. Seit rund hundert Jahren engagiert sich das Unternehmen auf der Grundlage einer Bundesverordnung für die Förderung des Kunstschaffens in der Schweiz. Dieses Engagement nimmt die Post zum Anlass für Kooperationen mit Kunstmuseen, um Einblicke in ihre facettenreiche, bisher jedoch nur wenig öffentlich sichtbare Sammlung zu geben. Nach Stationen im Bündner Kunstmuseum in Chur und im Museo Villa dei Cedri in Bellinzona ist das Kunstmuseum St. Gallen der dritte Partner dieser Ausstellungsreihe, in der jeder Sammlungsdialog ein gesellschaftlich relevantes Thema in den Mittelpunkt rückt.

Die Ausstellung vom Juni bis 18. Oktober 2026 widmet sich verschiedenen Aspekten von «Heimat» jenseits nationalistischer oder identitärer Vorstellungen. Der Begriff ist seit jeher offen und vieldeutig. Als Projektionsfläche und Resonanzraum wird «Heimat» immer wieder neu mit persönlichen Erfahrungen, gemeinsamen Bildern und politischen Zuschreibungen verbunden. In einer global vernetzten Welt, die von technologischem Wandel, Migration und Klimawandel geprägt ist, gerät «Heimat» zunehmend in Bewegung, ohne an Bedeutung zu verlieren. Im Dialog der Werke wird diese flimmernde Vielschichtigkeit von «Heimat» zwischen historischen Prägungen, aktuellen Herausforderungen und zukünftigen Perspektiven sichtbar.

Mit Werken von David Bürkler, Ishita Chakraborty, Julian Charrière, Martha Cunz, Fragmentin, Gabriela Gerber & Lukas Bardill, Sylvie und Chérif Defraoui, Giovanni Giacometti, Ferdinand Hodler, Nadira Husain, Mona Hatoum, Monica Ursina Jaeger, Ernst Ludwig Kirchner, Isabelle Krieg, Douglas Mandry, Aramis Navarro, Taiyo Onorato & Nico Krebs, Cyril Porchet, Rico Scagliola & Michael Meier, Jean-Vincent Simonet, Studer/van den Berg, Mina Squalli-Houssaïni, U5, Ester Vonplon, Daniel Zimmermann. (Kunstmuseum St. Gallen/mc/ps)

Kunstmuseum St. Gallen

Exit mobile version