Neuenburg – Die Schweizer Hotellerie hat nach vier rückläufigen Monaten im Juli 2026 wieder leicht mehr Übernachtungen verzeichnet. Getragen wurde das Plus von der stärkeren Nachfrage aus dem Inland, während insbesondere aus Asien deutlich weniger Gäste kamen.
Die Zahl der Logiernächte stieg im Juli um 0,5 Prozent auf 5,0 Millionen gegenüber dem Vorjahr, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Freitag mitteilte. Bereits erste Schätzungen hatten einen leichten Anstieg angezeigt.
Bei den Schweizer Gästen nahmen die Übernachtungen um 3,9 Prozent auf 2,3 Millionen zu. Dagegen gingen die Logiernächte ausländischer Touristen um 2,4 Prozent auf 2,6 Millionen zurück.
Asiatische Märkte deutlich rückläufig
Besonders deutlich waren die Rückgänge in wichtigen asiatischen Märkten. Die Logiernächte von Touristen aus Indien sanken um 17,2 Prozent und jene aus China um 10,3 Prozent. Auch aus den Golfstaaten und Südostasien kamen insgesamt weniger Gäste.
Bei den europäischen Herkunftsmärkten zeigte sich im Juli ein gemischtes Bild. Aus dem zweitgrössten Herkunftsmarkt Deutschland legte die Zahl der Übernachtungen um 5,0 Prozent auf knapp 425’000 zu. Auch aus Frankreich kamen mehr Gäste (+2,0 Prozent). Deutlich rückläufig war dagegen die Nachfrage aus dem Vereinigten Königreich mit einem Minus von 20,6 Prozent.
Aus den USA blieb die Nachfrage hingegen weitgehend stabil. Der Herkunftsmarkt verzeichnete ein leichtes Plus von 0,4 Prozent auf knapp 501’000 Übernachtungen.
Viermonatige Negativserie beendet
Mit dem Zuwachs im Juli hat die Schweizer Hotellerie eine viermonatige Negativserie beendet. Im Januar und Februar hatte sie zunächst an den Rekordkurs des Vorjahres angeknüpft, von März bis Juni waren die Übernachtungszahlen dagegen jeweils zurückgegangen.
Für die ersten sieben Monate ergibt sich damit eine negative Bilanz. Von Januar bis Juli sank die Zahl der Logiernächte gegenüber der Vorjahresperiode um 0,5 Prozent auf 25,3 Millionen. Dabei nahmen die Übernachtungen der Schweizer Gäste um 1,3 Prozent zu, während jene der ausländischen Gäste um 2,1 Prozent zurückgingen. (awp/mc/pg)
