Kunstmuseum Bern: Jahresvorschau 2027

LuYang, Filmstill aus DOKU the Self, 2022, Single channel 4K digital video, 36 Min. (© Lu Yang)

Bern – Existenziell aufgeladene Tierdarstellungen, das Leben in überformter Realität, digitale Wirklichkeiten: Das Kunstmuseum Bern lädt 2027 dazu ein, in Bildwelten einzutauchen, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Eröffnet wird das Ausstellungsjahr mit den farbgewaltigen Gemälden von Franz Marc, die zu den berühmtesten Werken der Moderne gehören und erstmals umfassend in der Schweiz gezeigt werden. Mit [ENTER HERE]. Digitale Welten zeigt das Haus zum ersten Mal eine Ausstellung zur immersiven digitalen Kunst. Das Highlight im Herbst bildet die erste grosse Präsentation zum französischen Künstler Camille Bombois in der Schweiz. Ergänzt wird das Programm durch drei Schwerpunkte aus der Sammlung.

Ein blaues Pferd, eine gelbe Kuh, ein violetter Fuchs: Die leuchtenden Farben der Tierbilder von Franz Marc (1880–1916) faszinieren bis heute. Im Tier verdichtete sich für Marc das Existenziell-Schicksalhafte des Daseins, was in seinen Werken exemplarisch zum Ausdruck kommt. Das Kunstmuseum Bern zeigt mit Franz Marc. Die Suche nach einer besseren Welt vom 26. Februar bis 4. Juli 2027 die erste umfassende Einzelausstellung des Expressionisten in der Schweiz. Rund achtzig Werke laden dazu ein, das in einer kurzen und enorm produktiven Schaffenszeit entstandene Werk des Mitbegründers des Blauen Reiter neu zu entdecken.

Den Bogen in die Gegenwart schlägt [ENTER HERE]. Digitale Welten, die erste Ausstellung zur digitalen Kunst im Kunstmuseum Bern. Über zehn raumfüllende Installationen, darunter Videogames, immersive Installationen und Videoprojektionen, können Besucher:innen vom 9. April bis 22. August 2027 in utopische Weltentwürfe eintauchen und alternative Wirklichkeiten erleben.

Die unmittelbaren Gemälde des französischen Malers Camille Bombois (1883–1970) zeichnen sich durch eine besondere erzählerische Kraft aus. Seine Varietészenen und die sinnbildhaft verdichteten Landschaften und Alltagssituationen bewegen sich zwischen überformter Realität und Imagination. Vom 13. August 2027 bis 9. Januar 2028 lässt sich die eigenständige Bildsprache des Künstlers in der Ausstellung Camille Bombois. Manege des Lebens zum ersten Mal in der Schweiz entdecken.

Aus der Sammlung
Die Sammlung des Kunstmuseum Bern zählt zu den bedeutendsten Kunstsammlungen der Schweiz und ist geprägt durch eine Vielzahl von assoziierten Stiftungen, die wichtige Bestände einbringen. 2027 stehen Sonderpräsentationen zu zwei dieser Stiftungen auf dem Programm: Im Frühjahr überführt eine kabinettartige Präsentation das überbordende künstlerische Universum von Adolf Wölfli (1864–1930) in eine intime Begegnung. Im Sommer geben knapp dreissig Werke Einblick in die Sammlung der Anne-Marie und Victor Loeb-Stiftung. Diese vereint hochkarätige Werke aus dem Konstruktivismus und der Nachkriegsavantgarde, darunter Arbeiten von Jean Tinguely, Louise Nevelson und George Rickey.

Ab Ende September zeigt eine Sammlungspräsentation Aspekte der Schweizer Moderne. Neben die grossen Namen Ferdinand Hodler, Cuno Amiet und Giovanni Giacometti treten wiederzuentdeckende Positionen aus der Schweiz und insbesondere aus Bern. (Kunstmuseum Bern/mc/ps)

Kunstmuseum Bern

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