Kunstmuseum Bern: Start des Architekturwettbewerbs für Museumserneuerung

Kunstmuseum Bern, Aussenansicht. (Bild: Kunstmuseum Bern)

Bern – Für das Museumsprojekt mit Ersatzneubau startet der Architekturwettbewerb. Das Preisgericht vereinigt internationale Expertise und regionale Sensibilität. Um die Erneuerung des Kunstmuseums zu ermöglichen, hat der Gemeinderat der Stadt Bern beschlossen, der Stiftung Kunstmuseum Bern das Gebäude Hodlerstrasse 6 kostenlos im Baurecht abzugeben. Die Liegenschaft spielt beim Projekt für die Museumserneuerung eine Schlüsselrolle.

Mit dem Projekt «Zukunft Kunstmuseum Bern» soll Bern ein modernes und attraktives Kunstmuseum erhalten. Die darauf abgestimmten Projekte der Stadt Bern zur Neugestaltung der Hodlerstrasse und zur Aufwertung des Bären- und Waisenhausplatzes bieten die Chance, den Stadtraum mit dem neuen Kunstmuseum in Verbindung zu setzen und damit der gesamten Oberen Altstadt zu neuer Anziehungskraft zu verhelfen.

Internationaler Wettbewerb
Der Architekturwettbewerb wird nach den Regeln des schweizerischen Ingenieur- und Architekturvereins SIA durchgeführt; vorgesehen ist ein zweistufiges Verfahren mit vorgängiger Präqualifikation. Davon verspricht sich das Preisgericht ein vielfältiges internationales Teilnehmerfeld, das neben etablierten Büros auch Nachwuchsteams umfasst.

In der Präqualifikation weisen die interessierten Architekturteams ihre Eignung für die Aufgabe nach. Gestützt darauf wählt das Preisgericht die bestgeeigneten Büros für den eigentlichen Projektwettbewerb aus. Diese setzen sich zunächst mit dem Städtebau auseinander, zeigen einen Ansatz für den architektonischen Ausdruck auf und erbringen den Nachweis der Grobfunktionalität (Stufe 1). Die am besten geeigneten Beiträge werden anschliessend weiterbearbeitet und präzisiert (Stufe 2). Am Schluss erfolgt die Wahl des Siegerprojektes.

Partnerschaftliche Finanzierung
Die Finanzierung der Museumserneuerung soll durch die öffentliche Hand, private Sponsoren und die Wirtschaft erfolgen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 80 Mio. Franken (plus 10. Mio. Franken Risikoabdeckung). Laut Finanzierungsplan wird der Kanton Bern für den Neubau nur in der Höhe der ohnehin für die Sanierung des Atelier 5-Baus anfallenden Kosten belastet, also mit 40 Mio. Franken. Mäzen Hansjörg Wyss trägt mit seinem grosszügigen Engagement 25 Mio. zum Projekt bei: 20 Mio. für den Neubau und 5 Mio. für die Neugestaltung der Hodlerstrasse. Weitere 5 Mio. leistet er unter der Bedingung, dass für die Erneuerung des Museums weitere Privatmittel in der Höhe von mindestens 7,5 Mio. zusammenkommen.

Vertrag mit Hansjörg Wyss unterzeichnet
Der Vertrag zwischen der Wyss Foundation und der Stiftung Kunstmuseum Bern wurde im April 2022 unterzeichnet. Hansjörg Wyss ist vom Projekt für die Erweiterung des Kunstmuseums ebenso überzeugt wie von der geplanten Neugestaltung der Hodlerstrasse: «Mit der Aufwertung der Hodlerstrasse sind wichtige Rahmenbedingungen für einen erfolgreichen Architekturwettbewerb geschaffen worden. Ich freue mich, dass ich einen Beitrag zu einer nachhaltigen, zeitgemässen Weiterentwicklung des Kunstmuseums Bern leisten kann.» Wyss will sich als Mitglied des Sachpreisgerichts weiterhin für eine ambitionierte Berner Lösung engagieren.

Vertiefende Informationen und Factsheets zu einzelnen Aspekten des Projekts sowie «Fragen und Antworten» finden Sie unter zukunft.kunstmuseumbern.ch. (Kunstmuseum Bern/mc/ps)

Kunstmuseum Bern

Exit mobile version