Parahotellerie legt im zweiten Quartal ganz leicht zu

Camping

Den grössten Anteil an den Übernachtungen der Parahotellerie haben in der Schweiz die Campingplätze. (Foto: TCS)

Neuenburg – Die Schweizer Parahotellerie hat im zweiten Quartal etwas mehr Gäste empfangen. Gut zwei Drittel der in Ferienwohnungen, auf Campingplätzen und in Kollektivunterkünften gezählten Gäste kamen dabei aus der Schweiz.

Die Logiernächte stiegen von April bis Juni im Vergleich mit 2022 um 0,4 Prozent auf 3,73 Millionen, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Freitag mitteilte. Gegenüber dem letzten Vor-Corona-Jahr 2019 kamen sogar deutlich mehr Gäste. Hier beträgt das Plus im zweiten Quartal 15,0 Prozent.

Schweizer Gäste treiben das Geschäft
Für 2,52 Millionen Logiernächte waren dabei Schweizer Gäste verantwortlich. Sie machten damit 67,5 Prozent der gesamten Nachfrage aus. Im Vorjahr waren es noch 74 Prozent, was zeigt, dass es Herr und Frau Schweizer nach der Pandemie wieder vermehrt ins Ausland zieht. Dafür kommen wieder mehr Gäste aus dem Ausland.

Den grössten Anteil an den Logiernächten hatten die Campingplätze mit 1,41 Millionen. Auf das Konto von Kollektivunterkünfte, zu denen etwa Jugendherbergen oder SAC-Hütten zählen, gingen 1,23 Millionen. Bei den Ferienwohnungen waren es 1,09 Millionen.

Bei den Campingplätzen und den Kollektivunterkünften machten die Schweizer Gäste mit 70 bzw. 81 Prozent den Löwenanteil aus. Bei den Ferienwohnungen hatten die ausländischen Gäste dagegen mit 51 Prozent leicht die Überhand.

Rekord möglich
Damit setzt sich die bereits zu Beginn des Jahres gesehene positive Tendenz in der Parahotellerie fort. Im ersten Quartal zählte sie bereits 5,9 Prozent mehr Gäste als im Vorjahr. Über das gesamte erste Halbjahr gesehen liegt das Plus mit einem Wert von insgesamt 8,36 Millionen Logiernächten bei 3,4 Prozent. Gegenüber dem letzten Vor-Corona-Jahr 2019 beträgt das Plus 6,3 Prozent.

An einem Medienanlass am Dienstag ging die Schweizer Parahotellerie denn auch von einem guten bis sehr guten Jahr für die Parahotellerie aus. Einige Branchenvertreter rechneten gar mit einem Rekordjahr.

Janine Bunte etwa, Geschäftsführerin der Schweizer Jugendherbergen, wies zwar darauf hin, dass es Schweizerinnen und Schweizer wieder vermehrt ins Ausland ziehe. Dafür wird verstärkt die Rückkehr der Gäste aus Asien erwartet. Bunte geht für das gesamte Jahr somit von 800’000 Logiernächten in Jugendherbergen aus, was einen neuen Rekord bedeuten würde. (awp/mc/pg)

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