Peter Zumthor erhält BDA-Preis 2017 für sein Lebenswerk

Architekt Peter Zumthor. (Foto: BDA)

Berlin – Der Schweizer Architekt Peter Zumthor erhält den Grossen BDA-Preis 2017. Dies entschied eine siebenköpfige Jury unter dem Vorsitz des BDA-Präsidenten Heiner Farwick. Der Preis wird am diesjährigen BDA-Tag am 1. Juli 2017 in Münster verliehen, wie der Bund Deutscher Architekten in einer Mitteilung schreibt.

Zur Begründung führte die Jury aus:
Die Jury würdigt den Schweizer Architekten Peter Zumthor für sein herausragendes architektonisches Werk, das die Architektur wieder auf das „Urschaffen“ des Menschen zurückführt. Wie kaum ein zweiter zeitgenössischer Architekt steht er zeichenhaft für das, was Bauen und Behausen ursprünglich bedeutet.

Seine konsequente Konzentration auf die Idee von Licht, Material und Raum und sein enormer Qualitätsanspruch im Detail geben seinem Werk eine zeitlose Gültigkeit. Als kompromisslose Künstlerpersönlichkeit macht sich Zumthor frei von äusseren Zwängen und setzt damit die vermeintlich alternativlosen Standards, Techniken und Abläufe des heutigen Baubetriebs für sich ausser Kraft. Lieber verzichtet er auf ein Projekt, als ein klares Konzept aufzugeben. Das Wissen um dieses Beispiel stärkt auch allen anderen Architekten beim Streben nach Qualität den Rücken.

Beispielhaft für diese architektonische Haltung, die das Ursprüngliche wieder in den Mittelpunkt rückt, stehen Bauten wie das Thermalbad in Vals, das Kunsthaus Bregenz oder das Diözesanmuseum Kolumba in Köln.

Übergabe am 1. Juli
Der Grosse BDA-Preis 2017 wird anlässlich des 13. BDA-Tages am Samstag, 1. Juli 2017 um 20 Uhr im LWL-Museum in Münster an Peter Zumthor verliehen. Die Laudatio hält Prof. Werner Oechslin (Einsiedeln). (BDA/mc/ps)

Über den BDA-Preis
Der Bund Deutscher Architekten BDA vergibt seit 50 Jahren den Grossen BDA-Preis für bedeutende Leistungen auf dem Gebiet der Architektur und des Städtebaus. Zu den bisherigen Preisträgern gehören unter anderem Ludwig Mies van der Rohe (1966), Günter Behnisch (1972) und Oswald Mathias Ungers (1987). Zuletzt wurden Volker Staab (2011) und Axel Schultes (2014) ausgezeichnet.

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