«Sticken statt Sprayen»: Neue Kunst für Züri West

«Less is enough»: Stickerei von Monika Drożyńska. (Bild: Deutsche Bank (Schweiz) AG)

Zürich – Neuer Ansatz für Kunst im urbanen Raum: Die Künstlerin Monika Drożyńska lässt sich für ihre Werke von anonymen Graffitis inspirieren. Dabei setzt sie auf Sticken statt auf Sprayen. Ihr Kunstwerk mit dem Titel „Less is enough“ hängt ab 3. September auf der 17 Meter langen und 2 Meter breiten Plakatfläche (17ZWEI) unter der Zürcher Hardbrücke.

Die fotografierte Stickerei „Weniger ist genug“ zeigt eine mädchenhaft verschnörkelte Schreibschrift umrahmt von Rosen. Damit steht Drożyńskas Kunstwerk im krassen Gegensatz zu seinem Original: einem Graffiti, das die Künstlerin in Liverpool entdeckt hat. Das Kunstwerk ist das zwölfte in der Reihe des Kunstprojekts 17ZWEI, einem Kooperationsprojekt der Deutsche Bank (Schweiz) AG und der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK).

Analoge Dokumentationsform
Monika Drożyńskas Arbeit ist Teil ihres umfangreichen Projektes „Urban Embroidery“ (Urbane Stickerei). Die Künstlerin dokumentiert mit ihren Stickereien anonymen Vandalismus und Graffitis im urbanen Raum. Die Kunstwerke werden wiederum an ihrem Ursprungsort ausgestellt – wenn auch in einem ganz anderen Look. Die Stickerei sieht die Künstlerin als analoge Dokumentationsform: langsam, kostengünstig und arbeitsintensiv.

Weniger kann genug sein
Marco Bizzozero, CEO der Deutsche Bank (Schweiz) AG: „Mit dem Projekt 17ZWEI unterstützen wir junge Künstlerinnen und Künstler auf internationaler Ebene. Monika Drożyńskas Textilkunstwerk regt den Betrachter an, darüber nachzudenken, wie auch für ihn weniger genug sein kann. Junge Kunst braucht Unterstützung!“

Die öffentliche Vernissage im Beisein der Künstlerin findet am 3. September um 17 Uhr im Café Segafredo unter der Zürcher Hardbrücke statt. (Deutsche Bank (Schweiz) AG/mc/ps)

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