Swiss muss Flüge nach Dubai länger als geplant streichen

Dubai

Swiss fliegt bis 28. März nicht mehr nach Dubai. (Unsplash)

Zürich – Die Swiss muss ihre Flüge nach Dubai bis einschliesslich 28. März aussetzen. Ursprünglich waren diese bis am 15. März gestrichen. Die Verlängerung wird mit Kapazitätseinschränkungen bei den Flughäfen in Dubai begründet. Die Airline will nun via die lokalen Behörden versuchen, einzelne Startgelegenheiten zu erhalten.

Der Iran-Krieg stellt den weltweiten Luftverkehr weiterhin auf den Kopf. Beide Flughäfen in Dubai müssten deshalb die Flugbewegungen aus Kapazitätsgründen «erheblich reduzieren», teilte die Swiss am Donnerstag mit. Dies führe dazu, dass Airlines der Lufthansa Gruppe – dazu gehören die Swiss, Lufthansa, ITA Airways, Austrian Airlines und Eurowings – auf Anordnung der Flughäfen sämtliche Flüge streichen müssen.

Die Swiss will nun prüfen, inwieweit es trotz der Einschränkungen möglich sein wird, einzelne Flüge durchzuführen. Entsprechende Anträge würden von den Behörden der Vereinigten Arabischen Emirate geprüft, hiess es weiter. Es bestehe aber keine Garantie auf die Genehmigung einzelner Flüge oder gewünschte Flugzeiten.

Flugbetrieb versus Sicherheit
«Unser Ziel ist es, den Flugbetrieb nach Dubai so bald wie möglich wieder aufzunehmen und betroffene Passagiere möglichst schnell an ihr Ziel beziehungsweise nach Hause zu bringen», betonte die Swiss.

Die Sicherheit der Fluggäste und der Crews stehe aber stets an erster Stelle und sei die Grundlage für die Durchführung von Flügen. Die Lage vor Ort werde deshalb kontinuierlich und «sehr genau» geprüft, so die Swiss weiter.

Dass die Streichungen die Reisepläne der Passagiere verändern, würde «sehr bedauert». Betroffene könnten deshalb gratis umbuchen oder sich das Ticket erstatten lassen.

Stand Donnerstagmittag waren noch immer rund 1900 Reisende aus der Schweiz im Nahen Osten auf der Liste der Travel-Admin-App, wie aus den Zahlen des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) hervorging.

Die meisten von ihnen, nämlich 1100, befanden sich in den Vereinigten Arabischen Emiraten, gefolgt von Oman (230) und Katar (190). Bei den in den betroffenen Staaten lebenden Schweizerinnen und Schweizern steht mit 25’400 Menschen Israel an der Spitze, gefolgt von den Vereinigten Arabischen Emiraten mit 5400 und dem Libanon mit 1100 Auslandschweizerinnen und -schweizern.

Zusätzliche Fernflüge anderer Airlines
Während sich die Swiss zurückhält, bauten andere Airlines ihre anderweitigen Angebote wegen des Konflikts aus. Die Lufthansa bietet nun Extraflüge nach Asien und Afrika an.

Die Swiss-Schwesterairline Edelweiss streicht ihrerseits sämtliche Flüge nach Oman bis mindestens 2. Mai 2026. Gleichzeitig baut die Ferienfluggesellschaft ihr Angebot andernorts aus.

So wird der bereits angekündigte zusätzliche wöchentliche Flug zwischen Zürich und den Malediven ab dem 3. April nicht nur bis zum 2. Mai 2026 durchgeführt, sondern steht neu noch eine Woche länger im Flugplan. Die Verbindung wird auch am 8. (Hinflug) und 9. Mai (Rückflug) nochmals angeboten, wie das Branchenportal «Travelnews» schrieb.

Zudem geplant ist ein zusätzlicher Flug von Zürich nach Colombo am 17. März 2026, wie der Schweizer Reise-Verband (SRV) in einem Spezial-Newsletter schrieb. (AWP/mc/pg)

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