Ted SCAPA … und so NEBENBEI

Ted Scapa
Ted Scapa auf Schloss Vallamand (© Iris Andermatt)

Bern – Das Kunstmuseum Bern würdigt den Berner Verleger, Gestalter und Künstler Ted Scapa mit der Gesamtschau «Ted SCAPA … und so NEBENBEI». Die Ausstellung führt Scapas vielseitigen künstlerischen Kosmos vor Augen, von seinen eigenen Bildern, Skulpturen und farbenfrohen Designobjekten bis zu den aus Afrika und Ozeanien stammenden Holzfiguren seiner Sammlung. Darüberhinaus gibt die Ausstellung Einblick in Ted Scapas vielseitige Netzwerke und seine langjährigen Freundschaften mit Künstlern wie Jean Tinguely, Joan Miró, Antoni Tapiès, Eduardo Chillida und vielen anderen.

«Ted Scapa ist ein Gesamtkunstwerk» (Roy Oppenheim, Publizist)

«Ein visionärer Dadaist, der Ordnung und Chaos, Ernst und Humor immer wieder neu inszeniert» (Matthias Frehner, Direktor Sammlungen, Kunstmuseum Bern – Zentrum Paul Klee).

Ted Scapa, eigentlich Eduard Schaap, geboren 1931 in Amsterdam ist eine vielseitige Persönlichkeit. Nach seinem Studium an der Königlichen Akademie der bildenden Künste in Den Haag heiratete er 1962 Meret Meyer, die Tochter des Verlegers Hans Meyer-Benteli, und siedelte in die Schweiz um, wo er bis heute lebt und arbeitet. Vornehmlich bekannt als Cartoonist, Grafiker, Moderator der TV-Kindersendung «Das Spielhaus» und Verlagsleiter des Benteli Verlags, ist er «so NEBENBEI» auch Maler, Sammler und Kurator eines faszinierenden Kunstlabyrinths auf seinem Schloss am Murtensee.

«Am liebsten möchte er aber Menschensammler sein», sagte Ted Scapa einmal zu Guido Magnaguagno, dem ehemaligen Direktor des Tinguely-Museums Basel. Magnaguagno interpretiert diese Aussage Scapas als Idee, jedem oder allen zusammen so zu begegnen, wie es sich für Menschen untereinander gehört: vorurteilslos, offen, ohne Umschweife, einfach «good minded». Dieser Ansatz ist laut Magnaguagno eng verknüpft mit Scapas Interesse am gesamtheitlichen künstlerischen Schaffensprozess als kreative Kraft des gestaltenden Menschen – denn, so sagte Scapa selbst: «Am liebsten würde ich nicht nur diese Kunst, sondern die Menschen bei mir sammeln, welche diese alles geschaffen haben» (Beitrag Guido Magnaguagno über Ted Scapa, Katalog Scapa 2016, S. 51).

Scapas Werk fächert sich auf in Malerei, Zeichnung und Skulptur und schliesst Designobjekte wie Leuchten, Teppiche und Foulards mit ein. Mit einem Augenzwinkern kann daher der von ihm gewählte Titel «…und so NEBENBEI» betrachtet werden, der für die bisher grösste Ausstellung seines OEuvres Pate steht. Zudem stellt Ted Scapa eine Verbindung zwischen dem Kunstmuseum Bern und Zentrum Paul Klee dar, so ehrte das Kindermuseum Creaviva seinen Humor, seine Leidenschaft und sein Engagement für Kinder bereits 2010 mit einem «MiniMuseum» – ausgewählte Bronzeskulpturen aus der Sammlung Scapa. (KMB/mc/pg)

Kunstmuseum Bern

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