Who Knows the Beginning and Who Knows the End?

Das Kunstmuseum St. Gallen zeigt eine grosse und breit angelegte Ausstellung von der schillernden Persönlichkeit Blinky Palermo.

«The Hollow Men» ist ein berühmtes Gedicht von T. S. Eliot. Elitot ist ein  Erneuerer der Welt, der sich der Zukunft nach den beiden Kriegen angenommen hatte, als würde er persönlich Verantwortung dafür tragen. Seine Verse sind sich überlappende Gedanken, die sich in eine grosse Frage  und ein Anklagen verdichten. Doch diese Frage hat noch nie eine Antwort bekommen, weil es sie so nicht gibt. Mit der Anklage hat ihm die Zeit recht gegeben.

Die berühmtesten Zeilen Eliots sind  die Antwort auf einen Teil der Frage, die das Kunstmuseum St. Gallen bei der aktuellen Ausstellung von Blinky Palermo aufwirft: Who Knows the Beginning and Who Knows the End?

This is the way the world ends
This is the way the world ends
This is the way the world ends
Not with a bang but a whimper.

This is how the World ends, not with a Bang, but with a  whimper

Peter Heisterkamp, 1943 in Leipzig geboren nennt sich Blinky Palermo. Er ist eine schillernde Persönlichkeit, der sich auf eine andere Art der Frage nach dem Nachher angenommen hat. 

Den alten Kategorisierungen der Kunst entzog er sich radikal: tabula rasa machte er damit. Er entzog sich aber nicht dem Inhalt der Kunst, ganz im Gegenteil, nachdem er sich der Äusserlichkeiten der «doch so hübschen Angelegenheit Kunst» entledigt hatte konnte er umso klarer formulieren.

Mit diesem Ansatz stellt er sich in die Reihe der Künstler, die aus den Nährboden der Düsseldorfer Akademie in der Klasse von Joseph Beuys zehren konnten. Damals glaubte man, dass Kunst eine politische Kraft besitze. Man setze gar das Kreativitätsvermögen der Menschen – als geistiges Kapital – dem Finanzkapital gegenüber.


Happier than the Morning Sun, «to Stevie Wonder», 1975. Edition mit einem Auflagenobjekt, Sperrholz, vier einfarbige Grano-Lithographien auf Maschinenbütten, je 58 x 81 cm, Inv.-Nr. D 2009; Kunsthalle Bielefeld, Wvz. Jahn 36. © Pro Litteris 

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