Eigenheimpreise stagnierten im zweiten Quartal auf hohem Niveau

(Bild: © Eisenhans / AdobeStock)

St. Gallen – Keine Entspannungssignale am Schweizer Immobilienmarkt: Die Preise für Eigentumswohnungen sind im zweiten Quartal erneut leicht gestiegen, jene für Einfamilienhäuser haben auf hohem Niveau stagniert.

Stockwerkeigentum schlug gegenüber dem Vorquartal im Durchschnitt um 1,0 Prozent auf, wie dem am Dienstag publizierten Transaktionspreisindex von Raiffeisen zu entnehmen ist. Gegenüber dem Vorjahr wurden Wohnungen somit 4,2 Prozent teurer, Einfamilienhäuser trotz der aktuellen Stagnation 3,4 Prozent.

Somit sei die Preisdynamik nach wie vor «sehr hoch», betont Raiffeisen-Chefökonom Fredy Hasenmaile. Und daran wird sich seiner Meinung nach auch vorerst nichts ändern: «Die bis auf absehbare Zeit tiefen Hypothekarzinsen sowie das knappe Angebot an Wohnungen und Häusern sprechen für einen anhaltenden Preisauftrieb.»

Wohnungen in Genf günstiger geworden
Kantonal gesehen zogen die Preise für Einfamilienhäuser im Vergleich zum Vorjahr in der Westschweiz am stärksten an (+6,3%), für Stockwerkeigentum in der Südschweiz (+6,7%). Doch es gibt auch Ausnahmen: So sind in der Region Genfersee die Preise für Eigentumswohnungen um 1,4 Prozent gesunken.

Die Aufschlüsselung der Preisentwicklung nach Gemeindetypen zeigt laut den Angaben, dass die Hauspreise in touristischen Gemeinden (+6,0%) innerhalb eines Jahres am stärksten gestiegen sind. Im Segment der Eigentumswohnungen verzeichneten ebenfalls touristische Gemeinden mit 6,9 Prozent die stärksten Preisanstiege.

Der Raiffeisen-Transaktionspreisindex erscheint vierteljährlich jeweils zu Beginn eines neuen Quartals. Er misst, basierend auf Handänderungsdaten von Raiffeisen und des Swiss Real Estate Datapools (SRED), die Preisentwicklung von selbstgenutztem Wohneigentum in der Schweiz. (awp/mc/ps)

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