GRIMALDI & PARTNERS: Künstliche Intelligenz und Technologieinfrastruktur

Zürich

(Photo by Henrique Ferreira on Unsplash)

Teil 2 | Wachstum und Kapitaldisziplin im KI-Boom

Perspektive von Silvano Grimaldi | CEO, Grimaldi & Partners AG, Zürich | Stand 14. Oktober 2026

Zürich – Hinter jeder KI-Anwendung stehen Chips, Rechenzentren und Software. Seit unserem Beitrag vom August 2025 sind in diesen Bereichen enorme neue Umsätze entstanden. Zugleich verschlingt der Ausbau Milliarden. Für Anleger wird deshalb eine Frage entscheidend: Welche Unternehmen verwandeln die wachsende Nutzung künstlicher Intelligenz in dauerhaft rentable Geschäfte? Silvano Grimaldi ordnet die Entwicklungen ein und aktualisiert seine Anlageauswahl.

Im August 2025 habe ich drei Bereiche hervorgehoben, über die Anleger am KI-Wachstum teilhaben können. Mehr als ein Jahr später bestätigen aktuelle Geschäftszahlen die Bedeutung dieser Wertschöpfungskette. Als Vermögensverwalter achte ich heute besonders darauf, wie rasch neue Kapazitäten genutzt werden und welche Erträge nach den notwendigen Investitionen verbleiben. Im Mittelpunkt stehen weiterhin Unternehmen, die

  1. leistungsfähige Chips und vernetzte Rechensysteme für das Training und den laufenden Einsatz von KI bereitstellen,
  2. Rechenzentren und Cloud-Infrastruktur betreiben und dafür eine zuverlässige Stromversorgung und Kühlung sichern,
  3. Software-Ökosysteme anbieten, in denen Kunden KI produktiv einsetzen und für einen messbaren Nutzen bezahlen.

Branchentreiber im Überblick

Risiken im Blick

Fazit und konkrete Anlageauswahl
Unsere Grundüberzeugung aus dem August 2025 bleibt bestehen: Führende Hardware, skalierbare Infrastruktur und gut verankerte Softwareplattformen eröffnen langfristige Anlagechancen. Die Entwicklung seitdem macht jedoch eine zusätzliche Prüfung unverzichtbar – wie viel Kapital ein Unternehmen für sein Wachstum benötigt und welchen Ertrag es darauf erzielt. Für die weitere Analyse bevorzugen wir folgende Kombination:

Diese Auswahl bildet eine Beobachtungs- und Analysebasis. Gewichtung und Einstieg hängen von Bewertung, bestehendem Portfolio und Risikotragfähigkeit ab. Die Unternehmen teilen zudem eine erhebliche Abhängigkeit vom KI-Investitionszyklus. Eine Kombination dieser Titel ersetzt deshalb keine breite Streuung über weitere Branchen und Anlageklassen.

Mein Fazit: KI bleibt ein überzeugendes langfristiges Anlagethema. Besonders aussichtsreich erscheinen mir Unternehmen, die ihren Kunden einen messbaren Nutzen liefern und daraus nachhaltig freie Mittel erwirtschaften können. Wer technologische Stärke mit einem disziplinierten Kaufpreis und einer angemessenen Positionsgrösse verbindet, schafft eine belastbare Grundlage, um an der nächsten Entwicklungsphase teilzuhaben.

Bereits erschienen:
Künstliche Intelligenz & Technologie-Infrastruktur – Perspektive von Silvano Grimaldi (Teil 1)

(Grimaldi & Partners/mc/ps)

Disclaimer: Dieser Beitrag dient Informationszwecken und stellt keine individuelle Anlageberatung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf der genannten Wertpapiere dar. Kapitalanlagen unterliegen Risiken bis hin zum Totalverlust. Unternehmensangaben und Prognosen können sich ändern. Vor einer Anlage sind Eignung, Risikotragfähigkeit und die persönliche Vermögenssituation zu prüfen.

Exit mobile version