Programm für umweltfreundlichere Bundesverwaltung ist auf Kurs

Bundeshaus

Bern – Das Programm zum systematischen Ressourcen- und Umweltmanagement (RUMBA) in der Bundesverwaltung wirkt. Die Strukturen seien effizient, die Umsetzung sei erfolgreich. Dies hält der Bundesrat in einem Zwischenbericht fest, den er in seiner Sitzung vom 5. September zu Handen der Geschäftsprüfungskommission des Ständerats verabschiedet hat.

1999 verpflichtete der Bundesrat alle Verwaltungseinheiten, RUMBA einzuführen. Das Hauptziel des Programms besteht darin, betriebliche und produktbezogene Umweltbelastungen innerhalb der Bundesverwaltung kontinuierlich zu reduzieren. Weiter soll das von einer Fachgruppe betreute und unterstützte Programm dem Bund ermöglichen, im Umweltbereich eine Vorbildfunktion zu übernehmen, Kosten zu sparen und die Umweltaktivitäten der Bundesverwaltung zu koordinieren.

Schonender Umgang mit Ressourcen
Zu diesem Zweck werden den Verwaltungseinheiten Instrumente für den schonenden Umgang mit Ressourcen (z.B. Strom) sowie konkrete Massnahmenvorschläge zur Verfügung gestellt. Alle zwei Jahre wird ein Bericht erstellt, der über die erzielten Ergebnisse und Fortschritte Auskunft gibt und die periodischen Zielsetzungen überprüft und aktualisiert. Wie der neueste Bericht gezeigt hat, ist die Umweltbelastung pro Mitarbeiterin und Mitarbeiter gegenüber 2006 um 10,3 Prozent zurückgegangen.

Weitere Senkung der Umweltbelastung
In einem Zwischenbericht, der auf Einladung der Geschäftsprüfungskommission des Ständerats erarbeitet wurde, bekräftigt der Bundesrat, dass er die Umweltbelastung der Bundesverwaltung weiter reduzieren will. So gilt nach wie vor das 2007 verabschiedete Ziel, dass die Umweltbelastung pro Mitarbeiter bis zum Jahr 2016 gegenüber 2006 um weitere 10 Prozent zu senken sei. Im September 2011 beschloss der Bundesrat, dass die Amtsdirektoren zum Erreichen dieses Ziels konkrete, jährliche Vorgaben erhalten. Das UVEK hat dies für das laufende Jahr bereits umgesetzt.

Die RUMBA-Strategie des Bundesrats setzt zur Verringerung der Umweltbelastung einerseits bei der Infrastruktur (Gebäude, Haustechnik, Geräte) an. Das Bundesamt für Bauten und Logistik (BBL) erstellt Neubauten grundsätzlich gemäss Minergie-Standard. Bei Umbauten wird die maximal mögliche Nutzung erneuerbarer Energien, bzw. eine vorbildhafte energetische Sanierung angestrebt. Zudem wird das BBL bis Ende 2012 im Auftrag des Bundesrats das Potenzial für die verstärkte Produktion von neuen erneuerbaren Energien bei bestehenden Gebäuden der Bundesverwaltung berechnen. Im IT-Bereich sollen nur noch energieeffiziente Geräte beschafft werden.

Fokus auf Verhalten der Mitarbeitenden
Andererseits fokussiert RUMBA auf das Verhalten der Mitarbeitenden beim Wärme-, Strom-, Wasser- und Papierverbrauch sowie bei den Dienstreisen. Letztere haben in den letzten Jahren aufgrund der intensivierten Beziehungen der Schweiz mit Staaten ausserhalb Europas zugenommen. Dieser Entwicklung will der Bundesrat mit einem übergreifenden Mobilitätskonzept entgegenwirken. Darin sollen etwa die Möglichkeiten geprüft werden, Flugreisen durch Bahnreisen oder durch Telefon- und Videokonferenzen zu ersetzen.

Der Bundesrat betont im Zwischenbericht, dass er darüber hinaus die vermehrte Koordination aller Umweltaktivitäten in der Bundesverwaltung und bei den bundesnahen Betrieben Post, SBB, Swisscom und Skyguide anstrebe. (UVEK/mc/pg)

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