Bern – Der Bund hat 2025 so viel Gelder wie noch nie für Forschung ausgegeben: Die Ausgaben stiegen um ein Viertel auf den Rekordwert von 3,2 Milliarden Franken, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Donnerstag mitteilte.
Der starke Anstieg der Gesamtausgaben um 644 Millionen Franken gegenüber dem Vorjahr sei primär auf die Wiederaufnahme der jährlichen Pflichtbeiträge an die Europäische Kommission für das Programm «Horizon Europe» zurückzuführen. Mit der Wiederassoziierung der Schweiz fielen diese neu wieder an.
Gleichzeitig leistete der Bund 2025 weiterhin Direktzahlungen für laufende Projekte, die während der Nichtassoziierung von 2021 bis 2024 als Übergangsmassnahme eingerichtet worden waren.
Grösster Anteil für Forschungsanstalten
Der grösste Teil der Bundesmittel floss mit 2,9 Milliarden Franken in Form von Beiträgen an Forschungsanstalten. Von diesen 2,9 Milliarden Franken an Forschungsbeiträgen gingen gut zwei Drittel (68 Prozent) an nationale Forschungsanstalten.
Weitere 248 Millionen Franken wendete der Bund für eigene Forschungsaktivitäten auf. Fast zwei Drittel dieser Mittel kamen der Landwirtschaft zugute, wo die Forschungsanstalt Agroscope tätig ist.
56 Millionen Franken vergab er als Forschungsaufträge an externe Partner. Der grösste Anteil davon (32 Prozent) floss in die Landesverteidigung.
Weniger Personal trotz Mehrausgaben
Trotz der gestiegenen Ausgaben war die Zahl der im Forschungsbereich des Bundes beschäftigten Personen rückläufig. 2025 waren es 2219 Personen, verglichen mit 2355 Personen im Jahr 2023. Das BFS begründete diesen Rückgang mit dem Rückgang der Forschungsaufträge und dem nur moderaten Anstieg der eigenen Forschungsaufwendungen.
Von den Angestellten waren 1363 als Forschende tätig. Der Frauenanteil unter diesen hochqualifizierten Forschenden stieg gegenüber der Vorjahreserhebung leicht um einen Prozentpunkt auf 42 Prozent an. (awp/mc/ps)
