Schweizer Bauhauptgewerbe wächst dank Hochbau

Stadt Zürich

(Foto: Unsplash)

Zürich – Das Schweizer Bauhauptgewerbe hat im ersten Halbjahr 2026 an Schwung gewonnen. Dabei eilt der Hochbau dem Tiefbau davon, weil der Wohnungsbau und der öffentliche Hochbau stark zulegen.

Von Januar bis Juni kletterten die Umsätze in der Schweizer Bauindustrie im Vergleich zur Vorjahresperiode um 3,1 Prozent auf 11,2 Milliarden Franken, wie der Schweizerische Baumeisterverband (SBV) am Mittwoch mitteilte.

Nach einem Plus von 5,6 Prozent im ersten Quartal verlangsamte sich die Entwicklung allerdings im zweiten Jahresviertel. In den Monaten April bis Juni summierten sich die Bauumsätze auf 6,2 Milliarden Franken, das waren noch 1,3 Prozent mehr als in der Vorjahresperiode.

Vor allem der Wohnungsbau und der öffentliche Hochbau haben im ersten Halbjahr 2026 ein Wachstum von über 5 Prozent erreicht. Der Tiefbau ist hingegen um 2 Prozent zurückgegangen – trotz hohem Arbeitsvorrat. Einsprachen und lange Verfahren verzögern laut den Baumeistern die Projekte.

Der Bestand an Aufträgen zur Jahresmitte wird im Hochbau auf 8,7 Milliarden Franken beziffert. Für den Tiefbau werden 8,2 Milliarden genannt.

48’000 neue Wohnungen erwartet
Insgesamt zogen die Baufirmen auftragsseitig in der Berichtsperiode mit 12,2 Milliarden Franken 1,6 Prozent mehr Aufträge an Land. Im Hochbau betrug das Plus 2,5 Prozent, im Tiefbau 0,5 Prozent.

Gemessen am Volumen der Neuaufträge im Schweizer Wohnungsbau dürften 2026 rund 48’000 neue Wohnungen entstehen, schätzen die Baumeister. Damit komme das Angebot näher an die Nachfrage heran. Für 2027 zeichnet sich allerdings ein Rückgang ab, da die Neuaufträge im ersten Halbjahr 2026 stagnierten und die Baugesuche 2025 schwach ausfielen.

Für die Zukunft setzen die Baumeister vor allem auf zusätzliche Impulse im Tiefbau. Hoffnung macht dabei das Programm «Verkehr ’45» mit geplanten Ausbauten von Schiene, Strasse und Verkehrsinfrastruktur in den Agglomerationen. Der SBV fordert, dass dabei mehr Nationalstrassenprojekte als bisher vorgesehen umgesetzt werden. (awp/mc/pg)

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