Stimmung in Schweizer Industrie bleibt trotz leichtem Dämpfer gut

(Foto: Swissmem)

Zürich – Die Stimmung in der Schweizer Industrie hat sich im September nur leicht eingetrübt. Der Einkaufsmanagerindex (PMI) kam nach dem starken Anstieg im Vormonat etwas zurück, lag aber im Rahmen der Erwartungen. Im Dienstleistungssektor hielt sich der Index auf hohem Niveau.

Konkret fiel der PMI für die Industrie im September um 1,8 auf 55,3 Punkte. Damit notiert er bereits den siebten Monat in Folge über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Die Erwartungen wurden in etwa erfüllt. Von der Nachrichtenagentur AWP befragte Ökonomen hatten mit 54,0 bis 57,5 Punkten gerechnet.

Industrie mit kleinem Rücksetzer
Insgesamt deute der Index trotz des leichten Rückgangs auf eine anhaltende Expansion im verarbeitenden Gewerbe hin, schreiben die UBS und der Einkaufsfachverband Procure.ch in einer Mitteilung vom Dienstag.

Bei den einzelnen Komponenten ging die Produktionskomponente um 3,9 auf 55,9 Punkte zurück und auch die Beschäftigungskomponente fiel wieder unter die Schwelle von 50 Punkten. Im Vormonat hatte sie diese Wachstumsschwelle erstmals seit November 2025 kurz überwunden.

Auch die Komponente der Lieferfristen habe im September nachgegeben. Sie liege aber immer noch klar über 50 Punkten und deute damit auf steigende Lieferfristen und mögliche Engpässe hin, heisst es weiter. Teilnehmer hätten insbesondere auf höhere Lieferfristen bei Elektronik verwiesen.

Klar gestiegen sein dürften die Einkaufspreise – die entsprechende Komponente notiert bei 70 Punkten. Als Gründe wurden wie bereits im Vormonat der Nahostkonflikt und der KI-Boom genannt.

Aufhellung im Dienstleistungssektor
Nach der leichten Eintrübung im August hellte sich die Stimmung im Dienstleistungssektor wieder auf. Der entsprechende PMI stieg im September von 58,3 auf 59,8 Punkte und lag damit über den Analystenerwartungen. Er signalisiere damit weiterhin solides Wachstum.

Bei den Komponenten nahmen die Geschäftstätigkeit und die Neuaufträge wieder zu, während der Auftragsbestand auf dem Niveau des Vormonats verharrte. Erfreulich entwickelte sich die Beschäftigungskomponente – sie liegt mittlerweile auf dem höchsten Stand seit April 2025. Derweil legten die beiden Preiskomponenten deutlich zu, was auf einen zunehmenden Inflationsdruck hinweisen könne. (awp/mc/ps)

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