WWF: Eisbären – erstes Opfer des Klimawandels?

Eisbär WWF

Ein Eisbär versucht die nächste Scholle zu erreichen. Wegen dem Klimawandel schmilzt das Eis an den Polen. (Bild: WWF)

Zürich – Als grosses Raubtier hat er keine natürlichen Feinde zu fürchten. Trotzdem könnte der Eisbär als erste Tierart Opfer des Klimawandels werden. Denn das Packeis in der Arktis schmilzt und deshalb müssen Bären aufs Festland ausweichen. Dort fehlen ihnen die Beutetiere und sie sind schutzlos den Wilderern aufgeliefert. Heute leben noch 20’000 bis 25’000 Tiere.

Konservative Schätzungen gehen davon aus, dass bei fortschreitender Klimaerwärmung rund zwei Drittel des Bestandes verenden wird. Deshalb macht der WWF am Internationalen Tag des Eisbären am 27. Februar auf ihre akute Bedrohung aufmerksam.

Ihnen wird es zu warm

Junge Eisbären sterben durch die Klimaerwärmung schneller. Der WWF erinnert am Welt-Eisbär-Tag an das Schicksal dieser faszinierenden Landraubtiere und an die Folgen des Klimawandels. In der Arktis macht sich der Klimawandel bisher am deutlichsten bemerkbar: In den letzten 100 Jahren ist die Durchschnittstemperatur um rund fünf Grad gestiegen. Die Ausdehnung des für die Eisbären so wichtigen Packeises ist seit 1985 um sechs Prozent zurück gegangen. Das Packeis schmilzt im Frühjahr früher und kehrt im Herbst später zurück. Dadurch müssen die Tiere länger am Festland bleiben und leiden Hunger. Eisbären jagen am Packeis nach ihrer Hauptnahrungsquelle, den Ringelrobben. Die Muttertiere werden durch die verkürzte Zeit am Packeis kleiner, wiegen weniger und bringen deutlich weniger Junge zur Welt als noch vor einigen Jahren.

Fast die Hälfte der Jungtiere stirbt
Durch den Klimawandel und das schmelzende Polareis müssen Eisbären auch immer längere Distanzen schwimmen um stabiles Eis zu finden. Besonders junge Eisbären sind gefährdet. Durch ihre kleinere Grösse und ihre noch nicht so gut ausgebildeten Fett- und Energiereserven ermüden sie schneller und sterben leichter an Unterkühlung. Die Sterblichkeit bei den jungen Eisbären erhöhte sich durch den Klimawandel auf fast die Hälfte der beobachteten Tiere, wie eine WWF-Studie zeigt. Das Langstreckenschwimmen von mehr als 300 Kilometern führt bei den Eisbären zu einer raschen Ermüdung und sie sterben während des Schwimmens an Erschöpfung.

Welt-Eisbär-Tag
Der 27. Februar ist Welt-Eisbär-Tag. Helfen Sie dem WWF bei seinem Engagement oder verringern Sie Ihre CO2-Emissionen – für ein intaktes Klima und für die Eisbären. (WWF Schweiz/mc/ps)

Der Eisbär
Mit einer Kopf-Rumpf-Länge von bis zu drei Metern und einem Gewicht von über 600 Kilogramm ist der Eisbär – nach dem Kodiakbär – das zweitgrösste lebende Landraubtier der Welt.

httpv://youtu.be/isxz9l-UVLY

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