Zinssätze für kurzfristige Hypotheken verdoppeln sich

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(Foto: Pixabay)

Zürich – Seit Anfang Jahr sind die Hypothekarzinsen stetig gestiegen. Am stärksten war der Anstieg bei Festhypotheken mit kurzer Laufzeit.

Bereits vor der Zinsentscheidung der Schweizerischen Nationalbank (SNB) in der vergangenen Woche sind die Zinsen für Hypotheken deutlich gestiegen, schreibt das Vergleichsportal Comparis in seinem Hypothekenbarometer für das zweite Quartal. Seit Jahresanfang zeigt die Zinskurve für die meisten Hypothekenmodelle deutlich nach oben.

Die Zeit der tiefen Zinsen scheint damit zu Ende zu gehen. «Derzeit tastet sich der Hypomarkt an eine neue Zinsnormalität auf höherem Niveau heran», wird Comparis-Finanzexperte Leo Hug in der Mitteilung zitiert.

Kurzfristige Festhypotheken steigen am stärksten
Der durchschnittliche Zinssatz für 15-jährige Festhypotheken stieg im Quartalsvergleich um einen Prozentpunkt auf gut 3 Prozent. Zehnjährige Hypotheken legten um 1,2 Prozentpunkte auf fast 3 Prozent zu. Für eine Hypothek von 750’000 Franken bedeutet dies laut Comparis jährliche Mehrkosten von rund 9200 Franken.

Noch deutlicher stiegen die Zinssätze für Hypotheken mit kurzer Laufzeit. Der Zinssatz für zweijährige Festhypotheken verdoppelte sich von knapp 1 Prozent auf etwas mehr als 2 Prozent. Der Durchschnittszins für fünfjährige Festhypotheken stieg um 1,2 Prozentpunkte auf gut 2,5 Prozent.

Von den Zinserhöhungen bisher weniger betroffen sind Saron-Hypotheken. Diese vermittelt Comparis aktuell ab einem Zinssatz von 0,5 Prozent. Jedoch kann sich der Zinssatz alle drei oder sechs Monate ändern, was für den Hypothekennehmer weniger längerfristige Planungssicherheit bietet.

Der Hypothekenbarometer basiert auf den Richtsätzen von 50 Kreditinstituten auf der Plattform von Comparis. Die Zinssätze sind laut Comparis aber nur eine Richtgrösse. Nach Verhandlungen lässt sich der Zinssatz in der Regel noch deutlich senken. (awp/mc/ps)

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